Das Volkspolizeikreisamt (VPKA) Leipzig befand sich im Zentrum der Stadt am Matthäikirchhof neben der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig. Damit die staatlichen Organe auch im Krisenfall einsatzfähig bleiben sollten, mussten sie in Bunkeranlagen ausweichen. Laut des Blogs Sachsenschiene diente ein 1962 errichteter Bunker im Leipziger Umland vermutlich als Schutzbauwerk des Volkspolizeikreisamtes. Auch als Ausweichführungsstelle der Kreiseinsatzleitung Leipzig-Land sowie als Leitungspunkt für den Luftschutz-Operativstab des Kreises Leipzig soll er fungiert haben.
Bunker mit 138 Quadratmeter Nutzfläche
Die KEL war ein lokales Krisen- und Koordinierungsorgan auf DDR-Kreisebene und unterstand dem Nationalen Verteidigungsrat. Sie war im Verteidigungs- und Katastrophenfall unter anderem für innere Sicherheitsaufgaben zuständig. Der Bunker gehörte zum Typ LP-09, war 15 mal 11 Meter groß und besaß eine Nutzfläche von 138 Quadratmetern. Die Bauweise war monolithisch. Arbeiter gossen eine riesige Schalung in einem ununterbrochenen Prozess mit flüssigem Beton aus. Heute ist der Bunker zugeschüttet, wie das vorhandene Bildmaterial vermuten lässt. Nur Ein- und Ausstiege sind noch zu erkennen.
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