„Ist Leipzig noch zu retten?“, wurde 1989 in einer Reportage des DDR-Fernsehens gefragt. Rund zwei Drittel der Gebäudesubstanz befanden sich damals im Sanierungsrückstand.
Der scherzhafte Slogan „Ruinen schaffen ohne Waffen“ machte die Runde. „Wenn man das hörte, blieb einem das Lachen im Hals stecken“, sagt Fotograf Ralf Schuhmann, der das marode Leipzig mit der Großbildkamera einfing. Damit wurde er zu einem Chronisten des Wandels.
Über 1.000 Fotos hat er zwischen 1991 und 2004 aufgenommen. Gut 50 sind jetzt in einer Studioausstellung zu sehen. „Für uns ist diese Ausstellung eine wunderbare Ouvertüre“, sagt Museumsdirektor Anselm Hartinger.


