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Slow-Food-Restaurant Max Enk

Leipziger Allerlei by Max Enk

Leipziger Allerlei
Leipziger Allerlei neu interpretiert von Max Enk © Dominik Brähler

Traditionell findet man in einem Allerlei verschiedene Gemüse wie junge Erbsen, Karotten, Sellerie, Spargelköpfe und grüne Bohnen, je nach Jahreszeit aber auch Blumenkohl oder Kohlrabi. Historisch noch Morcheln und eine Krebssauce aus Krebsbutter und Krebsschwänzen. Dass man das Leipziger Allerlei kaum noch auf sächsischen Speisekarten findet, hat zwei Gründe.

Zum einen sind Morcheln und Flusskrebse in der Leipziger Region kaum noch zu finden, zum anderen hat die Lebensmittelindustrie die regionale Spezialität zu etwas „Famosem“ aus der Dose degradiert. Wobei der Doseninhalt noch nie etwas mit einem Leipziger Allerlei gemein hatte. Das Slow-Food-Restaurant Max Enk hat sich auf vorbildliche Weise mit dem Allerlei beschäftigt und bietet eine regionale und nachhaltige Neuinterpretation.

Von den Leipziger Biohöfen kommen rote und gelbe Karotten, Blumenkohl, Kohlrabi, Staudensellerie, Brokkoli, Zuckerschoten und grüner Spargel, alles in Butter und Hummerbutter geschwenkt und mit einem Schuss Gemüsebrühe abgelöscht. Wo sonst der Flusskrebs als Grundlage für das Schäumchen galt, setzt man im Max Enk auf Pilzschaum aus Champignons und der beigelegte Semmelknödel entsteht aus gerettetem Brot aus der heimischen Bäckerei. Den Flusskrebs ersetzt ein schönes Saibling-Filet aus nachhaltiger Wasserwirtschaft.

Max Enk Restaurant
Städtisches Kaufhaus, Neumarkt 9
Öffnungszeiten: Mo–Sa 12-23 Uhr
www.max-enk.de

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