1. Grimmaische Straße 9–15: Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig zeigt zehn großformatige Fotografien aus dem Jahr 1989. Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der Gerda-Taro-Schule haben die Motive ausgewählt und kommentiert. Dabei setzen sie die historischen Ereignisse in Beziehung zu heutigen Fragen.
2. Zeitgeschichtliches Forum: Die Lichtinstallation „Faces of Light“ projiziert Archivporträts von Menschen, die im Herbst 1989 beteiligt waren. Lichtstrahlen reichen dabei bis in den öffentlichen Raum. Die Arbeit stammt vom ungarischen Künstler László Zsolt Bordos.
3. Markt: Unter dem Titel „Aufbruch – Umbruch –? Verbunden in Vielfalt“ zeigt die Tanzcompany TARO TANZ eine mehrteilige Performance. Rund 140 Schüler der Gerda-Taro-Schule beschäftigen sich mit den Veränderungen seit 1989. Um 19:45 Uhr finden auf dem Markt außerdem die Grußworte zum Lichtfest statt.
4. Thomaskirchhof/Ecke Klostergasse: Tausende Teelichter lassen hier im Laufe des Abends die traditionelle „89“ entstehen. Auf einer kleinen Bühne spricht Moderator Nils Straatmann mit Zeitzeugen über ihre Erlebnisse. Kostenfreie Teelichter gibt es an den Kerzen- und Infoständen in der Innenstadt. Dort kann auch eine Kerzenpatenschaft übernommen werden. Der Erlös geht an den Verein Haus Steinstraße.
5. Dittrichring 12–16: Die Künstlerin Katja Heitmann zeigt mit „PERPETUUM“ die Bewegungen von mehr als 2.500 Menschen. In der Videoinstallation stehen Besucher den sogenannten „Bewegungsspendern“ aus Leipzig gegenüber und hören deren persönliche Geschichten.
6. Matthäikirchhof: Das Künstlerkollektiv mammasONica bespielt den Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale. Im Mittelpunkt der Videoinstallation steht ein Aktenschrank, der sich bewegt und verformt. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie politische Systeme die Wahrnehmung prägen. Für den Innenhof gilt eine Einbahnregelung: Der Zugang erfolgt ausschließlich über die Kleine Fleischergasse. Der Ausgang führt über die Große Fleischergasse.
Der Lichtweg kann in beide Richtungen begangen werden. Eine feste Reihenfolge und einen vorgegebenen Startpunkt gibt es nicht. Orangefarbene Straßenleuchten markieren die Strecke.
Wer mehr über die historischen Schauplätze erfahren möchte, kann an einem geführten Rundgang teilnehmen. Die kostenlosen Touren beginnen um 19 und 19.30 Uhr am Brunnen auf dem Nikolaikirchhof und dauern etwa eine Stunde. Auf der Lichtfest-Karte sind neben den sechs Stationen auch Kerzen- und Infostände sowie Fahrradstellplätze eingezeichnet.
Ebenfalls auf der Karte markiert ist die Nacht der offenen Tür in der ehemaligen Stasi-Zentrale am Dittrichring 24. Begleittexte zur Fotoausstellung an der Grimmaischen Straße sind zudem als Audio in der Lichtfest-App verfügbar.
Mehr Infos unter: lichtfest.leipziger-freiheit.de, Plan hier downloaden.