Hungrig sollte man die Ausstellung „Mahlzeit!“ in Chemnitz nicht besuchen. Denn das Museum Gunzenhauser fungiert derzeit als Feinkunsthalle. Die Anspielung auf Feinkost ist gewollt – es geht in einer dreiteiligen Reihe um Essen in der Kunst.
Teil eins ist noch bis 14. Juni zu erleben. Angelehnt an die räumliche Aufteilung eines Einkaufsladens geht es epochenübergreifend von der Bäckerei über die Obst- und Gemüseabteilung bis zur Fleischtheke. Neben dem Stillleben, das typische Genre der Essensdarstellung, sind Werke der klassischen Moderne von Karl Schmidt-Rottluff, Paula Modersohn-Becker und Otto Dix zu sehen. Hinzu kommen zeitgenössische Arbeiten.
Der zweite Teil setzt sich ab 7. Juli unter dem Titel „Serving Gender“ mit dem Zusammenhang von Geschlechterrollen und Essen auseinander. Der dritte Teil mit dem Titel „Zu Tisch“ widmet sich ab Ende November sozialen und kulturellen Aspekten des Essens in der Kunst.


