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Zizzimizzis

Kunst und kein Krempel

Zurückhaltend, fast unscheinbar von außen, inspirierend im Inneren: Das Zizzimizzis in der „Kolle“ überrascht mit einer kuratierten Auswahl an Interieur, Design und besonderer Malerei.

Storelli vor einem seiner Werke im Zizzimizzis
Storelli vor einem seiner Werke im Zizzimizzis © Marion Bröhl

Das Wort „Laden“ wird dem Zizzimizzis keinesfalls gerecht. Hinter der großen Acht am Eingang in der Kolonnadenstraße (Hausnummer 8) tut sich eine Wundertüte voller schöner Dinge auf.

Tomo Storelli, Künstler und Inhaber, nennt es sein „Pippi-Langstrumpf-Land“, in dem er sich die Welt macht, wie sie ihm gefällt. Seine „Welt“ ist zugleich Atelier und eine sorgfältig kuratierte Sammlung von Einrichtungsgegenständen. „Vor allem aber“, so Storelli, „ist es ein Raum, wo Menschen zusammenkommen und sich austauschen können.“

Zwischen Objekt und Idee

Gleich neben der Tür steht eine Art „Schote“, ein weißer Kokon aus glasfaserverstärktem Kunststoff, ausgelegt mit Kissen und Decke. Ein Liegemöbel, das ebenso gut in einem Museum stehen könnte, entworfen von Storelli gemeinsam mit Pamela Voigt. Organische Formen finden sich auch auf vielen seiner großformatigen Bilder im Raum wieder, oft in Kombination mit seiner Lieblingsfarbe Rosa.

Seit 1993 hat Storelli nach eigenen Angaben über 3.500 Kunstwerke gefertigt, zum Teil gemeinsam mit anderen Künstlern. Der Sohn einer Hannoveranerin und eines Kroaten verdankt seinen Namen dem italienischen Großvater. 1998 trieb ihn die Neugier nach Leipzig; geblieben ist er wegen der Atmosphäre, die er hier gefunden hat.

Ich brauche ein gutes Gespräch am Tag. Tomo Storelli, Künstler

Keinesfalls zufällig

Die Lampen, Möbel und Accessoires sind allesamt Stücke, die Storelli selbst gefallen. Was einst als kleine Sammlung in den eigenen vier Wänden begann, wuchs mit der Zeit über sich hinaus und fand seinen Platz im Atelier. So entstand über die Jahre ein vielschichtiges Ensemble aus Design, Licht und Möbeln, inszeniert wie eine Ausstellung und voller besonderer Entdeckungen. Besucher sind ihm auch dann willkommen, wenn sie nichts kaufen.

„Wenn jemandem etwas gefällt, ist das gut. Ich will aber niemandem etwas aufschwatzen“, sagt der 54-Jährige. Viel wichtiger ist ihm der Austausch: „Manchmal sind es auch einfach nur schöne, interessante Begegnungen. Ich brauche ein gutes Gespräch am Tag, alles andere hält mich von meiner eigentlichen Arbeit ab.“

Zizzimizzis/Atelier Storelli
Kolonnadenstraße 8
Mo–Fr 13–18, Sa 11–18
www.instagram.com/zizzimizzis

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