Am 30. Juni 2023 erhält Leon Gabriel Riedel eine Diagnose, die seinen Alltag verändert: Lymphdrüsenkrebs. Statt Schule und Fußball bestimmen Krankenhausaufenthalte, Chemotherapien und lange Tage auf Station sein Leben. Leon ist 14 Jahre alt. Aufgeben kommt für ihn nicht infrage.
Der Internationale Kinderkrebstag macht weltweit auf krebskranke Kinder und Jugendliche aufmerksam. Für Leon hat dieser Tag eine besondere Bedeutung. „Es geht darum, auf krebskranke Kinder und Jugendliche aufmerksam zu machen“, sagt er.
Schreiben als Verarbeitung
Während der Behandlung beginnt Leon, seine Gedanken aufzuschreiben. Aus Notizen entsteht ein Manuskript. Anfang Februar erscheint Ich atme. Ich lebe. Ich bin Leon im Verlag Tasten & Typen. Auf 132 Seiten beschreibt er seinen Weg durch Krankheit, Zweifel und Erschöpfung.
Das Schreiben hilft ihm, das Erlebte zu ordnen. „Mir hat das mental geholfen“, sagt Leon.
Eine Botschaft an andere Jugendliche
Leon richtet sich mit seinem Buch auch an junge Menschen, die selbst eine schwere Diagnose erhalten haben. Er rät dazu, den behandelnden Ärzten zu vertrauen und Schritt für Schritt vorzugehen. Positiv zu bleiben sei nicht immer leicht. Wichtig seien Familie, Ablenkung und Zusammenhalt. „Das hat mir geholfen, weiterzumachen“, sagt er.
Ein Verlauf in Wellen
Nach dem Ende seines Buches folgt eine neue Phase. Leon leidet seit mehreren Monaten an einer starken Tumorfatigue. Diese Form der Erschöpfung tritt häufig nach einer Krebsbehandlung auf. Sie macht ihn müde und kraftlos. Auch Schmerzen gehören zu seinem Alltag.
Es gibt jedoch auch Zeiten, in denen es ihm besser geht. Zeitweise stand er wieder auf dem Fußballplatz. Dann folgt erneut ein Rückschritt. Sein Alltag verläuft nicht geradlinig. Er beschreibt ihn als ein Auf und Ab.
Derzeit verbringt er viel Zeit im Bett. Mehr als 15 Minuten Spaziergang pro Tag sind oft nicht möglich.
Leon teilt seine Erfahrungen auch online. Auf Instagram ist er unter @leon09_official zu finden, weitere Informationen gibt es auf seiner Website www.leonriedel.de.
Der Internationale Kinderkrebstag erinnert daran, dass hinter jeder Diagnose ein Mensch steht – und manchmal auch eine Geschichte, die Mut macht.



