Den „Raub der Sabinerinnen“ bringt das Frauenzimmertheater in diesem Sommer in Wagners Hof. Wobei es in dem Komödienklassiker weniger um den mythologischen Frevel der Römer geht als um Theater selbst: Eine abgehalfterte Truppe versucht ein Stück zu spielen, das Gymnasialprofessor Gollwitz einst als Student schrieb. Und dabei geht einiges schief. „Es soll Sommertheater werden, wie man es früher verstanden hat: ironisch und komisch unterhaltend“, sagt Regisseurin Ev Schreiber.
Kurz gesagt: ein Lustspiel, für das sie nur drei Spielerinnen zur Verfügung hat: Antje Poser, Josephine Rab und Nathalie Jaworski. „Es zeichnet sie aus, dass sie mit Engagement und Spaß von Rolle zu Rolle springen“, sagt Schreiber – natürlich auch in Männerrollen, was für Poser einen Reiz besitzt: „Man darf eine Figur zeichnen, vielleicht auch mit Klischees überzeichnen, zu der man Abstand hat. Durch den Abstand kann man mit einer größeren Toleranz und Liebe auf die Figur schauen.“


