Leipzig ist Sportstadt und bietet damit auch ein breites Spektrum an Möglichkeiten für Kinder, sich sportlich zu betätigen und sich zu entfalten. Abwechslungsreiche Sportarten und engagierte Vereine – Leipzig zeigt, dass Bewegung und Begeisterung Hand in Hand gehen können. In der Arena am Sportforum treffen sich mehrmals pro Woche Kinder unterschiedlichen Alters, um gemeinsam fechten zu lernen. Die Kinder starten beim Fechtclub Leipzig mit dem Florett und können später auf Degen wechseln. Leipzig ist Bundesstützpunkt für Degen.
"Fairer Sport. Das mag ich"
Martha trainiert schon seit der 1. Klasse. Auch ihre Geschwister fechten alle, sogar sehr erfolgreich. Ihr großer Bruder ist Teil des U20-Weltcup-Teams. Im vergangenen Jahr war er unter den vier besten Fechtern, die Deutschland bei der EM und WM vertreten haben.
Wenn Martha ihre zertifizierte Fechtkleidung anzieht, sich ihre Maske aufsetzt und den Degen in die Hand nimmt, wird aus der Fünftklässlerin eine Fechtkämpferin. „Es ist ein sehr fairer Sport, das mag ich“, sagt sie. „Auch wenn man verliert, grüßt man sich nach dem Gefecht ab.“
Zwei- bis dreimal pro Woche Training
Auf ihrem Degen befindet sich vorn ein Druckkontaktschalter, damit niemand ernsthaft verletzt werden kann. Der Kontakt wird erst ausgelöst, wenn man mindestens 750 Gramm überwindet. „Trotzdem ist mein Brustschutz letztens kaputtgegangen.“ Fechten ist ein ernst zu nehmender Nischensport. Seine Hoch-Zeit hatte er Anfang der Nullerjahre, doch auch heute begeistert er noch. Die Kinder trainieren zwei- bis dreimal pro Woche, mittwochs reisen sie aus ganz Sachsen an, um gemeinsam fechten zu können. Die Kinder trainieren in der Gruppe, aber auch im Einzeltraining. Das nennt sich beim Fechten „Lektion“.


