Ich habe immer Kunst gemacht“, sagt André Radke. „Aber in Mexiko bin ich der Druckkunst begegnet.“ Er streifte durch Druckwerkstätten von Oaxaca und traf Künstler. Heute steht die vielseitige Technik im Zentrum seines Schaffens.
Betritt man sein Ladengeschäft in der Lützener Straße 135, blickt man auf detailliert gearbeitete Leipziger Linolschnitt-Motive. An einer Wand hängen Tiermotive im Vielfarbspektrum. Dann blättert Radke einige Ordner auf. Zarte florale Strukturen treffen auf eine Ampelanlage aus Amerika oder den Leuchtturm von Swinemünde. Es sind Radierungen, bei denen Radke zum Teil mit Mehrfachdruck und Farbschichten experimentiert oder direkt Pflanzenelemente druckt.
„So tauchen meine Reisen in den Bildern auf. Das sind Blumen, die ich im Himalaya gesammelt habe“, sagt der Künstler und schlägt ein Blatt mit drei Pflanzenmotiven auf. Ebenso arbeitet er mit Streetart-Motiven, trägt sie auf Radierplatten auf und kreuzt sie mit der Radierung.



