Die westliche Denktradition sieht Mensch und Natur als Gegensatz. Ein Bild, dem Philosophen und wissenschaftliche Erkenntnisse vermehrt Risse zufügen.
In diesem Kontext stellt sich die Ausstellung „Pflanzenfieber“ der Frage, ob Design helfen kann, die Beziehung zur Pflanzenwelt neu zu gestalten. Ziel ist, das Potenzial von Pflanzen nicht als nutzbare Ressource, sondern als Verbündete zu zeigen. „Pflanzenfieber“ ist als mehrjähriges Forschungs- und Ausstellungsprojekt angelegt. Jüngst wurde der zweite Teil im Kunstgewerbemuseum Dresden eröffnet.
Die beteiligten Künstler begreifen Vegetation als Inspirationsquelle für Gestaltungsprozesse und untersuchen Strukturen und Verhaltensweisen der Pflanzenwelt, um Lösungen für ökologische und soziale Probleme zu finden. Die Schau bewegt sich zwischen internationalen Projekten der angewandten Kunst und der historischen Tradition botanischer Forschung im Schloss und im Park Pillnitz.


