Jeanette Mundt findet für ihre Werke ikonische Bezugspunkte, dekonstruiert sie aber und verbindet sie so mit den Debatten der Gegenwart. Dabei trägt ihr kleinstes in der Kunsthalle G2 gezeigtes Werk die größte kunsthistorische Sprengkraft in sich.
Mundt verwandelt Gustave Courbets „Der Ursprung der Welt“ in eine auf den ersten Blick abstrakte Fläche, durch die der figurative Kern wie eine Erinnerung durchscheint. Courbet zeigte in seinem bis heute polarisierenden Werk von 1866 den Blick zwischen die geöffneten Beine einer Frau. Erst 1988 wurde das Bild in New York öffentlich präsentiert.
Für die G2 hat Mundt in ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland außerdem eine großformatige Wandmalerei mit Bezügen zum Landschaftspanorama geschaffen. Mundt spricht von einem intuitiven Prozess, da sie mit schnell trocknenden Farben in hohem Tempo malen musste. Mundt: „Ich weiß, was ich tue, aber es bleibt keine Zeit für bewusste Entscheidungen.“


