Wer an die 80er-Jahre und ihre Musik denkt, hat unweigerlich die Band Alphaville im Kopf. Große Hits wie „Big In Japan", „Forever Young" oder „Sounds Like A Melody" gehören einfach in diese Zeit und werden auch heute noch auf jeder Party gespielt. Im vergangenen Jahr begeisterten Sänger Marian Gold (70), der 1984 zusammen mit Bernard Lloyd und Frank Mertens die Band in Münster gegründet hatte, und das Deutsche Filmorchester Babelsberg über 60.000 Konzertbesucher. Unter dem Titel „Alphaville Forever! Live - Best of 40 Years" wird eine der weltweit erfolgreichsten Synthie-Pop-Bands im Herbst/Winter 2024/2025 bei 23 Konzertterminen in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Herzen der Fans erneut höher schlagen lassen. Am 29. April 2025 kommen Alphaville nach Leipzig. Unsere Redaktion hat mit Marian Gold gesprochen.
Inwieweit haben Sie davon geträumt, dass Sie mal eine große Jubiläumstour spielen werden?
Marian Gold: Wenn wir hier von Wunschträumen sprechen, dann habe ich eigentlich nie davon geträumt. Das wäre so, als ob man sich wünscht, alt zu sein.
Können Sie „Big In Japan", „Forver Young" und „Sounds Like A Melody" eigentlich noch hören und spielen Sie diese Songs noch gerne? Oft hört man von Kollegen, dass die großen Hits gar nicht mehr so gern performt werden.
Das müssen Vollidioten sein!
Im vergangenen Jahr habt Ihr und das Deutsche Filmorchester Babelsberg über 60.000 Konzertbesucher begeistert, das Konzert in der Mercedes-Benz-Arena bildete den krönenden Abschluss Eurer Symphonic-Tour. Wie kam es überhaupt zu der Klassik-Idee?
Diese Idee schwebte jahrzehntelang wie ein UFO über unseren Köpfen. Eigentlich liegt der Gedanke wegen unserer Melodieverliebtheit ziemlich nahe. Ich glaube, es war Bernd, der als Erster vorschlug, unsere Musik mit einem Symphonieorchester zu interpretieren, als ich ihm 1983 ein paar neue Stücke vorspielte. Damals klang so ein Vorschlag natürlich völlig absurd. Vielleicht war es einfach nur ein Scherz. Und dann vergingen 40 Jahre.
Keine Angst vor einem Alphaville-Overkill bei den Fans? Zwei große Tourneen so kurz hintereinander ist eher ungewöhnlich.
Das ist so ähnlich wie bei Bob Dylans „Neverending Tour". Seit dem 11. Juni 1995 spielen wir eine fortlaufende Tournee, die sich kreuz und quer über den Globus zieht. Im Laufe der Zeit sind Musiker gekommen und gegangen, während sich die Band als Ganzes weiterentwickelt hat und auch die Musik befindet sich in einem ständigen Wandel.




