Mitte der 80er-Jahre baute ein Krakauer Architektenteam den Pavillon der Hoffnung in der Puschstraße 9 auf dem alten Messegelände. Hier eröffnet Leipzig in diesem Jahr den Tag des offenen Denkmals.
„Damit wird deutlich, dass es nicht nur gründerzeitliche Denkmäler oder Denkmäler aus der Zeit der Weimarer Republik gibt“, sagt Klaus Jestaedt, Leiter der Abteilung Denkmalpflege der Stadt. „Das Gebäude zeigt den repräsentativen Anspruch, den die Messebauten bis zur Wende hatten. Es gehört zur Zeitschichtung der Überformung der alten Messe.“
Bauherr war Carl Zeiss Jena. Die Waschbeton-Außenfassade würde heute als „brutalistisch“ bezeichnet, so Jestaedt. Innen aber sind in Foyer und Salons Wandvertäfelungen und Originalmöbel der 80er-Jahre erhalten. „Es entsteht ein guter Eindruck, in welchem Umfeld damals gehandelt wurde“, sagt der Denkmalexperte. Insgesamt sind in der Stadt zum Tag des offenen Denkmals rund 70 Veranstaltungen geplant.


