Alles begann mit Frust im Feed: Immer wieder klickte sich Chris Boldt durch perfekt inszenierte Modeanzeigen auf Instagram und bestellte. Doch als die Pakete kamen, war die Enttäuschung groß – schlechte Qualität, schwache Verarbeitung.
Der gebürtige Leipziger beschloss: „Jetzt mach ich’s besser.“ Heute hat er eine Heizpresse, jede Menge Blanko-Klamotten und eigene Drucke – The B!tch Club heißt seine Streetwear – denn laut ihm ist die Welt sowieso ein bisschen „bitchy“.
Der 35-Jährige entwirft, druckt und verschickt alles selbst: „Ich will unabhängig bleiben. Wenn ich mit etwas nicht zufrieden bin, kann ich es ändern.“ Unterstützung bekommt Chris nicht nur von seiner Frau und seinen Freunden, sondern auch im Gedenken an seine Mutter, die immer sagte: „Wenn du Ideen hast, mach!“
Also hat er gemacht. Was als Trotzreaktion begann, hat sich zum eigenen Label entwickelt: ehrlich, handmade, ein bisschen rotzig – typisch Leipzig.


