Alleinerziehende haben oft keine Möglichkeiten zum Austausch und stehen meist unter enormer Belastung. Sie treffen vermehrt auf Unverständnis und Stigmatisierung. Dazu gibt es noch viele Vorurteile, mit denen sich alleinerziehende Eltern konfrontiert sehen. Um genau diesen Eltern und ihren Themen Gehör zu schenken, hat das mobile Familienbildungsprojekt des Deutschen Kinderschutzbundes „Hand in Hand“ mit verschiedenen Angeboten und Workshops einen geschützten Raum geschaffen, in dem sich Familien in der gleichen Lebenssituation in einer wertschätzenden Atmosphäre austauschen und gemeinsam lernen können. Beispielsweise geht es hier um Themen wie Überforderung, Alltagsbelastung, Unterstützungsmöglichkeiten oder Selbstfürsorge.
Neben den speziell ausgerichteten Angeboten für Alleinerziehende bietet das Projekt auch Krabbelgruppen, einen Spieltreff oder Familiennachmittage am Wochenende an. Diese geben den Familien im Leipziger Süden die Möglichkeit des Austauschs und Netzwerkens. Eine gut aufbereitete Familienbuchsammlung gehört ebenfalls zum Angebot von „Hand in Hand“. Hier können sich Eltern einen Überblick verschaffen, welche thematischen Kinderbücher zu speziellen Themen wie Trennung, diverse Familienmodelle, Gefühle, Wut oder Mobbing es gibt.
Im vergangenen Jahr erhielt „Hand in Hand“ bei der Verleihung des Familien- freundlichkeitspreises der Stadt den Anerkennungspreis. Vom Preisgeld sollen die alleinerziehenden Familien bestmöglich profitieren. Wie genau die Umsetzung aussieht, ist aktuell noch offen. [prl]


