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    Reformationstag und Halloween

    Halloween: Woher der Grusel kommt

    © Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

    Manche schimpfen über den Import aus Amerika. Andere freuen sich über Farbe im grauen Herbst. Doch woher kommt Halloween eigentlich? Wir haben kuriose Fakten, Partytipps und Leipziger Gruseladressen gesammelt.

    All Hallows’ Eve heißt der Abend vor Allerheiligen. Irische Auswanderer brachten seine Bräuche einst nach Amerika. Für die einen ist es ein christliches Gedenken an die Verstorbenen. Für die anderen ein heidnisches Fest zum Sommerende. Heute ist Halloween in den USA wie in Deutschland vor allem eins: eine Nacht für Schabernack.

    In Sachsen kommt noch etwas dazu. Der 31. Oktober ist hier Reformationstag und Feiertag. Wer mag, verbindet Grusel mit Geschichte. Martin Luther stritt 1519 bei der Leipziger Disputation auf der Pleißenburg. An ihrer Stelle steht heute das Neue Rathaus.

    Rübe statt Kürbis

    Auch die leuchtenden Fratzen stammen aus Irland, allerdings aus Rüben. Die Legende erzählt vom geizigen Jack, der den Teufel überlistet hatte. Nach seinem Tod wollten ihn weder Himmel noch Hölle. Seither wandert er mit einem glühenden Stück Kohle durchs Dunkel. Die Kohle steckt in einer ausgehöhlten Rübe. In Amerika gab es mehr Kürbisse als Rüben. Also schnitzte man Fratzen hinein, um böse Geister abzuschrecken.

    Kürbisse zum Schnitzen gibt es in Leipzig zum Beispiel auf dem Wochenmarkt am Markt oder bei [Hof/Kürbisfeld im Umland ergänzen]. Wer lieber erschreckt wird, statt selbst zu schnitzen: Der Freizeitpark Belantis im Leipziger Neuseenland lädt im Herbst zur Halloween-Saison.

    Süßes oder Saures

    Von Tür zu Tür ziehen ist auch hierzulande ein alter Brauch. Beim Martinssingen tragen Kinder an der Haustür ein Lied vor und bekommen dafür Süßes. Inzwischen klingeln immer öfter kleine Gespenster und Hexen schon an Halloween. Ihr Angebot: Süßigkeiten oder Schabernack.

    Tipps für die Halloween-Party

    Grusel-Drink: Zombie-Gehirnblutung

    Klingt widerlich, schmeckt super. Pfirsichschnaps und Minzlikör kommen ins Longdrinkglas. Darauf vorsichtig Baileys geben: Er flockt aus und sinkt wie ein Zombie-Gehirn zu Boden. Zum Schluss ein Schuss Grenadine als Blut darüber.

    Gruselige Deko

    Ein Plastikgebiss aus dem Scherzartikelladen hält rote Servietten. Mini-Plastikspinnen gibt es oft beutelweise für wenig Geld. In Eiswürfeln eingefroren, gruseln sie auch in alkoholfreien Drinks.

    Für ein schwebendes Gespenst brauchen Sie einen Luftballon, ein Marmeladenglas oder eine Flasche, einen Draht oder Kleiderbügel, ein dünnes Mulltuch und viel Sprühstärke. Kleben Sie den Ballon an den umgedrehten Bügel und stellen Sie alles auf das Glas. Dann das Mulltuch darüberlegen und mit Sprühstärke tränken. Nach etwa 24 Stunden ist es trocken. Jetzt Ballon, Bügel und Glas entfernen – das Tuch hält von allein. Eine LED im Inneren macht das Gespenst noch gruseliger.

    Knabberspaß aus Kürbiskernen

    Der Kürbis ist ausgehöhlt, die Suppe kocht. Und die Kerne? Werden zum Partysnack. Lösen Sie die Kerne gründlich vom Fruchtfleisch und waschen Sie sie. Mindestens eine halbe Stunde in Wasser einweichen. Dann zehn Minuten in Salzwasser kochen, abtropfen lassen und trocken tupfen. In Olivenöl wenden, mit Kräutersalz bestreuen und auf ein Backblech geben. Bei 180 Grad etwa 40 Minuten rösten, alle zehn Minuten wenden. Nach Belieben nachsalzen – fertig.

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