- Sport
„Habe die Grundtugenden mitbekommen“

Sie und ihr Teamkollege Gino Böhme gehören als gelernte Verteidiger zu den besten Torjägern der Stadtliga. Wie kommt‘s?
Eric Berger: Mich hat mein Trainer in Markranstädt nach dem Ende meine Junioren-Zeit bei RB in den Sturm gestellt. Ich war Rechtsverteidiger, war damals aber wesentlich schneller als heute und stehe ab und zu einfach richtig. Gino ist gelernter Innenverteidiger, spielt jetzt aber vorne, seitdem wir vor zwei Jahren ein Stürmerproblem hatten. Er kann die Bälle super fest machen und verwandeln.
Ich würde es wieder genauso machen!
Sie haben ein paar Jahre Oberliga gespielt. Warum kicken Sie nun in der achtklassigen Stadtliga?
Berger: Die eigene Qualität hat nie für den Profifußball gereicht. Im Sommer habe ich dann gesagt: Am Wochenende willst du mehr Zeit für Familie und Freunde haben. Beim LSC kannte ich ein paar Jungs, hier sind die Bedingungen mit dem neuen Kunstrasen-Platz top. Wie sich die Verantwortlichen hier reinknien, habe ich selten im Amateursport erlebt. Es macht Spaß.
Ihr schönstes Tor?
Berger: Gegen Blau-Weiß ist mir zuhause mal ein Fallrückzieher abgerutscht. Wurde leider nicht aufgenommen (lacht).
Inwieweit profitieren Sie von ihren RB-Jahren unter Trainern wie Sebastian Hoeneß und Robert Klauß?
Berger: Ich habe vor allem die Grundtugenden mitbekommen: Höflichkeit, Pünktlichkeit und Respekt. Klar habe ich im Nachwuchsleistungszentrum öfter auf dem Platz gestanden als manch andere hier, aber Männerfußball ist was anderes. Da hast du deine Hierarchien. Bei Chemie hat mich der gestandene Stefan Karau auch mal im Training weggehauen – da stehst du auf, lächelst und machst weiter.
Sie haben sich bei RB voll auf Fußball konzentriert. War es das rückblickend wert?
Berger: Man ist so in der Fußball-Bubble, dass man nicht groß drüber nachdenkt. Ja, ich würde es wieder genau so machen. Und dass ich mit 18 das erste Mal Alkohol getrunken habe, hat mir bestimmt nicht geschadet (lacht).
Mehr Infos unter
www.lsc1901.de

