Auf rund 70.000 Werke ist die Graphische Sammlung des Museums der bildenden Künste von bescheidenen Anfängen mittlerweile durch Stiftungen, Schenkungen oder Ankäufe gewachsen. Ein Schatz, dem jetzt regelmäßig in einem Sammlungsraum im 1. Obergeschoss ein Schaufenster mit wechselndem Themen-Fokus eingerichtet wird.
Der erste Blick gilt dem Sammler Johann August Otto Gehler, der in den Jahren um 1800 in Leipzig als Ratsherr, Jurist und Stadtbaumeister tätig war. Zugleich baute er eine Kunstsammlung auf, die sich auf Zeichnungen vom ausgehenden 15. Jahrhundert bis in seine Gegenwart konzentriert.
Der erste Teil der Werkauswahl zeigt nun über 20 Zeichnungen deutscher, niederländischer und italienischer Künstler aus dem 15. und 16. Jahrhundert, darunter Entwurfszeichnungen für Glasfenster, Kupferstiche und Altäre. Bekannte Namen wie Lucas Cranach der Ältere oder Hans Holbein der Jüngere sind vertreten.


