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TRENDSPORT DISCGOLF

FlIEGENDE SCHEIBEN AM SIlBERSEE

Im Erholungspark Lößnig trainiert und spielt Leipzigs einziger Discgolf-Verein. Eine offene und bunte Community, die jeden Anfänger willkommen heißt. Ein Selbstversuch.

zusehen ist ein Mensch der eine Frisbee wirft
Discgolf ist technisch anspruchsvoll: Die Scheibe reagiert im Flug auf jede Nuance beim Abwurf © Tobias Mai

Einfach nur beim ersten Training der Saison im idyllischen Erholungspark Lößnig-Dölitz zuzuschauen, wäre doch langweilig, oder? Daniel Brachmann, Vereinsvorsitzender des einzigen Leipziger Discgolf- Vereins Silberseegler, sprüht vor Enthusiasmus, die wesentlichen Techniken seines Sports weiterzugeben.

Grundlegend funktioniert Discgolf wie Golf, nur dass eben mit einer Scheibe auf Wurfkörbe gespielt wird. Wer die wenigsten Versuche braucht, um die Disc zu versenken, gewinnt. Die Wurfgeräte sind kleiner, aerodynamischer und schwerer als normale Frisbeescheiben und fliegen somit stabiler.

CORONA ALS BESCHLEUNIGER

Brachmann, den hier alle nur „Ed“ nennen, schwärmt: „Der Flug der Scheibe ist unglaublich faszinierend. Das kann am Anfang ein bisschen frustrierend sein. Aber wenn sie dann einmal fliegt, ist das unbeschreiblich – megageil!“ An die 100 Meter weit können die besten Spieler im Verein werfen. Kraft spielt dabei keine große Rolle. „Das ist alles Technik“, sagt Ed.

In den USA ist Discgolf längst ein großes Ding. In Deutschland schaffte der Trendsport während der Corona-Zeit den Durchbruch. Als Brachmann aus Freiberg nach Leipzig kam, gründete er 2020 den Verein. Problem ist, dass es noch keinen festen Kurs in der Messestadt gibt. Der schon fast genehmigte Bau einer festen Anlage in Lößnig wurde von der Stadt aus Umweltschutzgründen untersagt. Aktuell ist ein neues Gelände am Klangberg im Gespräch.

SPASS AN PRÄZISION UND TECHNIK

Zurück auf den Rasen: Zuerst wird das Putten trainiert, der Wurf aus wenigen Metern in den Korb, was erste Erfolgserlebnisse bringt. Das Geräusch, wenn die Disc durch die Ketten im Korb landet, macht schnell süchtig. Schon schwieriger sind Techniken mit angewinkelter Scheibe über lange Distanzen wie Hyzer und Anhyzer.

Spaß bringt der erste improvisierte Kurs. Zwar brauchen Anfänger mehr Versuche als die Könner, doch auch als Laie hält man die Runde nicht unnötig auf. Man sollte Spaß an Präzision und Technik haben und ge- willt sein, sich die anfangs koordinativ herausfordernden Techniken anzutrainieren. 

Mehr Infos und Impressionen: www.silberseegler-discgolf-leipzig.de, instagram.com/silberseegler_discgolf

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