Zwischen ästhetischer Sinnlichkeit und diskursivem Inhalt bewegt sich die deutsch-mexikanische Malerin Sandra del Pilar. Mehrfach wurde sie dafür auf beiden Seiten des Atlantiks ausgezeichnet. Jetzt widmet ihr das Museum Moritzburg die Ausstellung „Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten“: ein Titel auf Wunsch der Künstlerin, der einem Brecht-Gedicht entliehen ist, das er im Exil schrieb.
Immer wieder setzt sich Sandra del Pilar mit Blick auf die Vergangenheit ihrer Heimatländer Deutschland und Mexiko mit Gewalt, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und asymmetrischen Machtstrukturen auseinander. Macht versucht sie nicht zu illustrieren, sondern über komplexe Malerei körperlich erlebbar zu machen. Die Schau fügt sich ein in eine Reihe zeitgenössischer Künstlerinnen.


