Es ist die Begegnung mit dem Fremden, die Jana Schröder in ihrer Einzelausstellung „Synthetic Existence: The Gaze of the Circuited Collective“ in der G2 Kunsthalle thematisiert. Es dauert nicht lange, bis man in ihren großformatigen Werken Augen, Gesichter oder komplette Wesen erkennt, die mit den fließenden Strukturen verschwimmen.
Für ihre abstrakten Gebilde schöpft die Malerin in ihrer aktuellen Serie aus den Science-Fiction-Welten der 1960er- und 1970er-Jahre, die beeinflusst waren vom Aufbruchsgeist der Raumfahrt. Eine Epoche zwischen Euphorie und Furcht vor dem Fremden, die eine Entsprechung findet in der Gegenwart mit den unbegrenzt scheinenden Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz. So kann man die Formen in Schröders Bildern auch als technisch generierte Wesen interpretieren.
Die Werke entstehen bei Schröder aus Intuition, Zufall und Wiederholung. „Auch Fehler beim Malen sind super“, sagt sie. „Daraus entsteht dann etwas Neues.“


