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Bis 14. September
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Familie und Migrationsgesellschaft

Sajan Mani entwirft Gegenerzählungen zum kolonialen Blick in der Ausstellung „Family Matters“
Sajan Mani entwirft Gegenerzählungen zum kolonialen Blick in der Ausstellung „Family Matters“ © Gazing Back

Großflächig druckt Sajan Mani Fotos von Missionaren auf eine Kautschukwand und verknüpft Familiengeschichte und koloniale Repression. Ahu Dural greift in ihren zwischen Design und Skulptur angesiedelten Arbeiten Elemente auf, die an die Tätigkeit der Mutter bei Siemens in West-Berlin erinnern. Sie kam einst als Gastarbeiterin aus einem türkischen Dorf. Und Karoline Schneider bezeichnet ihre bildhaft dargestellte Wiederaneignung der sorbischen Sprache und Kultur als „Grabeprozess“ in der verschütteten Familiengeschichte.

Zehn Künstlerinnen und Künstler zeigen in „Family Matters“ im Museum der bildenden Künste (MdbK) ihre persönlichen Auseinandersetzungen mit Familiengeschichte zwischen individuellen Erinnerungen und kollektiven Erfahrungen. „Wenn jemand seine Heimat verlassen muss, geraten familiäre Banden unter Spannung“, sagt MdbK-Direktor Stefan Weppelmann. Die Familienperspektive sage viel aus über die vielschichtige migrantische Gesellschaft. „Family Matters“ ist die letzte Ausstellung des sechsjährigen Diversitätsprozesses „MdbK [in transit]“, unterstützt vom Programm „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes.

„Family Matters“
bis 14. September
MdbK
​​​​​​​www.mdbk.de

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