Mit Omer Meir Wellber weht immer ein Hauch von Unberechenbarkeit durch den Konzertsaal. Der israelische Dirigent ist bekannt für die Extreme zwischen exakten, ganz der Partitur verpflichteten Phasen und höchst eigenwilliger Auslegung.
„Er komponiert, arrangiert und experimentiert – weil ihn ausgetretene Pfade langweilen“, heißt es dazu in der Konzertankündigung des Gewandhauses. Dort tritt Omer Meir Wellber Ende März beim Großen Concert als Dirigent und Pianist auf. Alexander Glasunows Ballett- Zyklus „Die Jahreszeiten“ wird zum Ausgangs- und Zielpunkt des Abends, der schon als Verweis auf das Schostakowitsch-Festival im Mai zu verstehen ist.
Das Orchesterwerk des Tschaikowski-Lehrers Glasunow ist erstmals im Gewandhaus zu hören. Bei Mahlers Klavierquartett-Scherzo, weitergedacht von Alfred Schnittke, greift Wellber in die Tasten.


