Die Vorstellung, dass dem eigenen Kind etwas passiert, ist für viele Eltern das Schlimmste. Kein Wunder also, dass in den Erste-Hilfe-Kursen am Kind des DRK Leipzig häufig Unsicherheit und Angst im Raum stehen.
„Besonders die Angst vor Atemnot, etwa durch Verschlucken, beschäftigt viele“, erzählt Kursleiter Albert. Viele Teilnehmende kommen mit dem Gefühl, sie wüssten im Ernstfall nicht, was zu tun wäre. Genau hier setzt der Kurs an. In praktischen Übungen lernen Eltern, Großeltern und Betreuungspersonen, wie sie im Notfall richtig reagieren. Auch der Austausch untereinander spielt eine große Rolle. „Oft hilft es, zu hören, was andere erlebt haben. Das nimmt Angst vor der eigenen Hilflosigkeit.“
Wenn der Körper anders tickt
Was vielen nicht bewusst ist: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. „Ihr Körper funktioniert anders. Sie denken, fühlen und reagieren eigenständig“, erklärt Albert. Genau darum ist es so wichtig, altersgerechte Erste-Hilfe-Maßnahmen zu lernen. Die Kurse beim DRK vermitteln Grundlagen zu Wundversorgung, Herz-Lungen-Wiederbelebung, psychischer Betreuung und Unfallprävention – vom Tragetuch bis zum Verbandskasten.
Wissen schafft Sicherheit
Die Kurse sind oft von persönlichen Erlebnissen geprägt. „Wenn Eltern ihre Erlebnisse teilen, entsteht oft ein Gefühl von Gemeinschaft und die Erkenntnis: Jeder kann im Notfall helfen und etwas bewirken.“ Besonders für Großeltern, Babysitter und Erzieher ist der Kurs eine wertvolle Erfahrung.
„Wissen beruhigt“, sagt Albert. „Und nimmt die Angst, etwas falsch zu machen.“ Ein Tipp, den Clemens Albert allen mitgibt: „Ruhe bewahren! Kinder spüren Stress sofort. Wer ruhig bleibt, unterstützt gleich doppelt: das Kind und die Helfenden.“
Die DRK-Kurse „Erste Hilfe am (Klein-) Kind“ finden regelmäßig in Leipzig statt.
Weitere Infos unter
www.drk-leipzig.de/erste-hilfe-am-kind.html