Das kleinste Bild ist kaum größer als eine Streichholzschachtel. Ein ähnliches Motiv – eine fast schwebend wirkende Frau, die sich über ihr Kind beugt –, jetzt aber in deutlich wärmere Farben getaucht, erstreckt sich ebenso über die größte Leinwand im Raum.
Wenn man sich noch eine Weile im Atelier umschaut, entdeckt man das Bindeglied. Wieder diese Frau, jetzt in mittlerer Größe. Ling-Yu Tai betreibt ein Spiel aus Nähe und Distanz, das den Betrachter in Bewegung hält. Mal muss man sich den Bildern nähern, mal einen Schritt zurücktreten, um sie erfassen zu können.



