Mara ist sechs Jahre alt und besucht einen der fünf inklusiven Kindergärten von „Känguru Leipzig“. Das zierliche Mädchen mit den strohblonden Haaren mag besonders das Austoben im anschließenden Garten. Ihre Eltern wissen sie in den besten Händen. Das ist wichtig, denn Mara gehört zu den Kindern mit einer sozialemotionalen Herausforderung. Ihre Toleranzgrenze ist niedrig und kleinste Abweichungen lassen sie wütend werden. Dann schlägt sie um sich und brüllt. Sich selbst zu regulieren, fällt ihr schwer. Bei „Känguru Leipzig“ begegnet Mara ausgebildeten Erziehern mit offenen Armen: Menschen, die sie auffangen, wenn ihre Welt aus den Fugen gerät.
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EIN KIND IST EIN KIND : INKLUSION FÜR ALLE


FAMILIEN- UNTERSTÜTZENDER DIENST
Doch manchmal fühlt sie sich ziem- lich allein. Immer dann, wenn Kindergeburtstage ohne sie stattfinden, weil die Eltern ihrer Freunde ihre Emotionen nicht abschätzen können. Weil ihre Eltern kaum Zeit haben, um sie zu begleiten. Und weil der FUD – der familienunterstützende Dienst – aktuell zu wenig Mitarbeiter beschäftigt, um diese Tage abzudecken. Dann bleibt Mara zu Hause.
MOBILER INKLUSIONSDIENST
Mohammed ist fünf Jahre und Autist. Der hübsche Junge mit den neugierigen Augen geht in einen integrativen Kindergarten. Dort wartet jeden Tag Sören auf ihn, sein Begleiter durch den Kita-Alltag – ein Kollege des MID, des Mobilen Inklusionsdienstes. Ohne Sören würde sich Mohammed nicht zurechtfinden. Er spürt, dass er anders ist als die meisten Kids. Er braucht mehr Ruhe, mehr Möglichkeiten, sich zurückzuziehen vom Lärm und von den vielen Ein- drücken. Wenn Sören krank ist, muss auch Mohammed zu Hause bleiben. Es gibt sonst niemanden, der sich entsprechend mit ihm beschäftigt. Am zwei Nachmittagen wird Mohammed von Bettina abgeholt. Sie gehört zum Team des familienunterstützenden Dienstes und begleitet ihn zur Physiotherapie oder geht mit ihm auf Entdeckungstour durch den Wald. Meistens dann, wenn seine Eltern länger arbeiten müssen. Wenn Bettina keine Zeit hat, gerät der komplette Alltag der Familie durcheinander.


BEI „KÄNGURU LEIPZIG“ SIND ALLE WILLKOMMEN
Statistisch betrachtet gibt es heute mehr Kinder mit herausfordernden Eigenschaften als noch vor zwanzig Jahren. Jedes dieser Kinder benötigt eine individuelle Betreuung und die Eltern brauchen eine angemesse- ne Unterstützung im Alltag. Aktuell gibt es zu wenig Personal, um eine ganzheitliche Betreuung zu garantie- ren. „Känguru Leipzig“ hilft. Der freie Träger ist jedoch wie alle ge- meinnützigen Vereine auf Spenden angewiesen. Damit erhält er sinnstiftende Stellen, fördert Mitglieder im Ehrenamt und hilft dort, wo es am meisten darauf ankommt: Kindern und ihren Familien. Zu „Känguru Leipzig“ gehören die Gemeinnützige Känguru Kindertagesstätten Leipzig GmbH mit fünf integrativen Kitas sowie die mobilen Angebote der Gemeinnützigen Känguru Mobil Leipzig GmbH. Hierzu zählen eine interdisziplinäre Frühförderstelle, der Bereich Kindertagespflege, der Mobile Inklusionsdienst sowie ein Nachbarschaftszentrum. [mak]
Gemeinnützige Känguru Mobil Leipzig GmbH, Littstraße 8, alle Angebote, Kontakte und Spendenmöglichkeit: www.kaenguru-leipzig.de

