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    Yoga-Lehrerin Ines Johannsen zu Besuch in der alten Heimat

    Ein Hauch Teneriffa am Cossi

    Noch vor vier Jahren lebte Ines Johannsen in Leipzig, heute ist Teneriffa ihr Zuhause. Dort gründete die gelernte Yogalehrerin ein Yoga-Retreat-Center und vermietet außerdem Ferienapartments an Urlauber. Nun will sie ein Stück Teneriffa nach Leipzig bringen und veranstaltet am 28. August das erste Soluna Spirits Festival am Cospudener See. Wie es dazu kam und warum Leipzig für sie bis heute eine besondere Bedeutung hat, erzählt sie im Gespräch.

    Ines Johannsen will den Leipzigern die Praxis des Yoga näher bringen und veranstaltet das erste Soluna Spirits Yoga-Festival © Lena Josephine Hauber

    Hallo Ines, schön, dass du wieder in Leipzig bist. Du hast hier früher lange gelebt, oder?

    Ich komme eigentlich aus Schleswig-Holstein, bin also keine gebürtige Leipzigerin. Aber Leipzig war für mich ein wichtiger Nährboden, auch für meinen eigenen Yoga-Weg. Ich komme immer wieder hierher, habe viele Freunde und wichtige Menschen hier. Deshalb bin ich mit einer Hälfte meines Herzens definitiv nach wie vor in Leipzig.

    Daraus ist auch die Idee entstanden, Soluna Spirits hier zu veranstalten. Denn nicht allen ist es möglich, nach Teneriffa zu kommen. Wir wollen den Spirit der Finca Soluna nach Leipzig bringen und Menschen miteinander vernetzen, die sich mit der Finca verbunden fühlen.

    Was erwartet die Besucherinnen und Besucher beim Soluna Spirits Festival?

    Das Festival findet von nachmittags bis abends statt und ist ein bunter Yoga-Nachmittag am See. Es gibt drei Yoga-Einheiten und ein Soundbath, bei dem man entspannt auf der Matte liegt und sich von verschiedenen Instrumenten und Klängen berieseln lässt. Abends gibt es Musik und einen DJ zum Tanzen, außerdem ein kleines Kinderprogramm, Stände und Essen. Es soll vor allem ein schöner Tag mit viel Yoga, tollen Leuten und guter Stimmung werden.

    Ist das Festival auch für Anfängerinnen und Anfänger geeignet?

    Ja, es ist für alle offen, die Lust haben, Yoga auszuprobieren. Man muss nichts leisten oder perfekt können, sondern kann immer nur das mitmachen, was sich gut anfühlt. Gerade deshalb ist das Festival ein guter Ort, um Yoga kennenzulernen. Eine Yogamatte muss man selbst mitbringen.

    Warum hast du dich damals eigentlich für Teneriffa entschieden?

    Ich habe immer das Gefühl, der Ort hat eher mich ausgewählt als ich ihn. Eigentlich wollte ich nie aus Leipzig weg, aber dann wurde mir das Projekt angeboten, die Finca zu pachten und dort meinen eigenen Traum zu verwirklichen. Da habe ich einfach zugeschlagen. Es gibt schlechtere Orte, als jeden Morgen unter Palmen mit Blick aufs Meer aufzuwachen.

    Ich hatte immer den Wunsch, einen Ort zu schaffen, an dem es um das gute Leben geht – einen Ort, an dem man auf allen Ebenen des eigenen Seins genährt wird und positive Impulse bekommt. Unsere Welt ist wahnsinnig schnell, komplex und anstrengend. Ich finde, es braucht mehr Räume, in denen man einen Ausgleich schaffen kann, wo Gleichgesinnte sich treffen und die Seele einfach aufatmen kann.

    Wie kam Yoga in dein Leben?

    Als ich in Hamburg gelebt habe, habe ich schon Yoga praktiziert. Ich war eine leidenschaftliche Hot-Yoga-Praktizierende – heute allerdings nicht mehr ganz so sehr. Mir war aber klar, dass diese jahrhunderte alte Weisheit noch viel mehr bietet als das, was auf der Matte stattfindet. Deshalb wollte ich in Leipzig eine Yoga-Lehrerinnenausbildung machen. Nicht unbedingt, um zu unterrichten, sondern weil ich dieses riesige Feld und auch den spirituellen Hintergrund besser kennenlernen wollte.

    Wie sieht ein Retreat auf Teneriffa aus?

    Ein Retreat dauert eine Woche und findet mit zwölf bis maximal 14 Personen statt. Wir kümmern uns um alles: Wir holen alle vom Flughafen ab, es gibt leckeres Essen und ein Wochenprogramm. Morgens und abends finden Yoga-Einheiten statt und wir machen außerdem Ausflüge und erkunden die Insel. Alles ist aber optional. Jeder kann sich jederzeit zurückziehen und einfach Zeit für sich haben. 

    Oft sind es Menschen, die sich vorher gar nicht kennen. Ich finde es immer wieder berührend mitzuerleben, wie schnell aus Fremden Freunde werden – oder zumindest Menschen, die sich mit ganz offenem Herzen begegnen.

    Kannst du dir vorstellen, irgendwann wieder nach Leipzig zu kommen? Oder siehst du dich für immer auf Teneriffa?

    Das ist schwer zu beantworten. Ich glaube, ich werde immer ein Stück weit in Leipzig verwurzelt bleiben. Als ich nach Teneriffa gegangen bin, dachte ich: Das mache ich jetzt die nächsten zehn bis 15 Jahre. Ich baue dort etwas auf, im besten Fall auch über Teneriffa hinaus. Und dann schauen wir weiter. Ich habe noch nie in meinem Leben ganz feste Pläne geschmiedet. Ich habe es immer so genommen, wie es gekommen ist. Ich glaube, das wird auch weiterhin so sein. Aber ich weiß: Wenn ich nach Deutschland zurückkomme, dann komme ich nach Leipzig.

    Alle Infos zum Soluna Spirits Yoga-Festival unter www.soluna-spirits.de

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