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DIETRICH ENK

Ein Gastgeber, Chefkoch und Demokrat

Dietrich Enk ist ein Leipziger Gastronomie-Urgestein und seit über 20 Jahren im Geschäft. Er führt ein Unternehmen mit rund 150 Mitarbeitern – und sieht sich dabei in erster Linie immer noch als Chefkoch.

zusehe ein Porträt von Dietrich Enk
Dietrich Enk im PILOT unter dem Bild „Brüder zur Sonne“ des Künstlerduos „Günther Meyer“ © Pam Parche

Wer in Leipzig ausgeht, kommt „am Enk“ kaum vorbei: Der Name Dietrich Enk ist mitt­lerweile eine gastronomische Mar­ke. Mit der ENK Leipzig GmbH führt er diverse Restaurants wie das „Max Enk“ und das „PILOT“, macht das Catering bei zahlreichen großen und kleinen Events und ist für das leibli­che Wohl im VIP­Bereich beim Fuß­ball­ Erstligisten Red Bull Leipzig zu­ständig. Seit 2019 ist er auch noch Präsident des Sächsischen Unterneh­ merverbands. In jungen Jahren kochte Enk auf Schulschiffen und schaute sich die Welt an. In Leipzig ist er zu Hause – hier kann er seine Ideen ver­ wirklichen.

„DEMOKRATISCHE KÜCHE“

Enk selbst findet, dass er in Leipzig Heimvorteil genießt: „Leipzig ist sehr dankbar für Initiative!“ Nicht in jeder Stadt, so glaubt der Erfolgsgastronom, hätte er das erreichen können, was er hier geschafft und geschaffen hat. Ein weiblicher Gast hat ihn mal einen demokratischen Koch genannt, weil er in seiner Gastronomie das Verbinden­de sucht, bei dem sich alle wohlfühlen und es allen schmeckt, weniger das Exklusive. Dennoch legt er Wert auf eine gewisse Alleinstellung: „Ich finde es wichtig, dass man nicht die eigene Bockwurst mit der vom Nachbarn ver­gleicht, sondern die Gäste mit seinem individuellen Weg überzeugt.“

EINE MARKTHALLE FÜR LEIPZIG?

Ganz wichtig ist für Dietrich Enk ge­ sellschaftliches Engagement – gerade in einer Zeit von allgemeinem Egois­ mus und Anspruchshaltung. Jedes Jahr veranstaltet er ein großes Martins­gans ­Essen mit Freunden und Bekann­ten. Der Erlös kommt einem guten Zweck zugute: Im vergangenen Jahr durften sich die Leipziger Bahnhofs­mission und die Yetmenschule in Äthi­opien 6.000 Euro für ihre Arbeit teilen. Was „der Enk“ sich wünscht, ist mehr Anerkennung für Dienstleis­tung in Deutschland, mehr fundierte Ausbildung, auch in der Gastronomie, sowie mehr Unterstützung für klei­nere Unternehmen in unserer Stadt. Und dass Leipzig endlich eine Markt­halle bekommt. Die Pläne dafür liegen seit Jahren vor. „Es geht um Orte, an denen etwas pulsiert“, sagt Enk. „Und die sind mir im jetzigen Stadtbild von Leipzig zu wenig.“ 

Alle Infos: www.enk-leipzig.de, www.pilot-leipzig.de, www.max-enk.de, Tel. 0341/3513836-0

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