Theaterclubs für engagierte Laien gibt es einige. Die Musiktheaterpädagogin Christina Geißler allerdings betreut einen, der einzigartig ist und bereits Interessierte aus Halle und Berlin angelockt hat.
Denn beim Jugendclub der MuKo steht der Gesang im Mittelpunkt. „Meistens sind es Pop-Songs, die zur jeweiligen Figur im Stück passen“, sagt Geißler. Über anonyme Fragebögen suchen die Jugendlichen ihr Thema. Gemeinsam wird der Inhalt entwickelt, den Geißler in Textform gießt.
Im Frühling gehen dafür die Wochenenden drauf. In diesem Jahr dreht sich alles um KI. „Wir nehmen an, es gibt eine App, die uns optimiert“, so Geißler. Das klingt zunächst verheißungsvoll – doch offenbaren sich im Detail schnell die Schattenseiten.
Gespielt wird mit großem Bühnenbild in der MuKo. Dabei sei es gar nicht so wichtig, eine perfekte Stimme zu haben, sagt Geißler. „Wir wollen die Songs interessant machen.“ Was meistens gelingt. Geißler: „Es wird öfter gefragt, ob es sich um Gesangsstudenten handelt.“


