Premiere war schon im März im Rahmen des Kurt-Weill-Fests in Dessau. Jetzt zeigt die Sebastian Weber Dance Company „Ella“ auch in Webers Heimatstadt Leipzig. Vier Termine sind im Lofft angesetzt für ein autobiografisches Tanzstück zwischen Bewegung, Percussion, Text und Audioaufnahmen.
100 Jahre alt wurde Ella, die Großmutter Webers, die 2015 verstarb. Als Arbeiterin und Mutter meisterte sie ein Leben, das während des Ersten Weltkriegs begann. Weber hat sie vor ihrem Tod nochmals ausführlich befragt – und daraus ein Stück über sie, über Heimat und Fremde, über weibliche Lebensentwürfe und den Wandel der Welt und nicht zuletzt über Großmütter ganz allgemein choreografiert.
Der Stepptänzer steht dafür auch wieder selbst auf der Bühne und tanzt mit Nevel Arbel, Renate Graziadei und Vilma Kananen durch ein Bühnenbild mit Herd und Badewanne. Bilder zwischen Humor und Tragik entstehen. Und immer steht die Frage im Raum, wie sich Vorstellungen von Weiblichkeit, Herkunft und Familie in Körper einschreiben.


