Edvard Munch stellte das Ich und dessen Seelenzustände in den Mittelpunkt seines Werks. Liebe, Trauer, Einsamkeit und immer wieder die Angst sprechen aus seinem umfangreichen Oeuvre. So wurde der norwegische Maler zu einem der Wegbereiter des Expressionismus.
Mit der Ausstellung „Edvard Munch. Angst“ widmen sich die Kunstsammlungen am Theaterplatz in Chemnitz ab dem 10. August dem, wie es in der Ankündigung heißt, „Seismografen“ seiner Zeit. Die Schau bringt Originale aus Chemnitzer Sammlungen mit bedeutenden internationalen Leihgaben zusammen – darunter das Gemälde „Zwei Menschen. Die Einsamen“.
Es wurde 1937 unter den Nationalsozialisten verkauft und ist nun erstmals seit fast 90 Jahren aus den USA zurückgekehrt, um wieder in Chemnitz gezeigt zu werden. Auch Warhols „The Scream (After Munch)“ ist Teil der Ausstellung. Zudem treten Künstler wie Marina Abramović, Neo Rauch und weiteren mit ihren Werken in den Dialog mit Munch.
Außerdem thematisiert die Schau Munchs Reise nach Chemnitz vor 120 Jahren. Er kam auf Einladung der Fabrikantenfamilie Herbert und Johanna Esche, um Familienporträts zu malen.


