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  • Bühne
16. bis 25. Oktober 2025

Diskurs auf der Bühne

Erstmals kommt das Festival „Politik im freien Theater“ nach Leipzig – mit 16 Inszenierungen, rund 150 Veranstaltungen und dem Fokus auf das Thema „Grenzen“.

Eines von 16 Gastspielen: „Durchfall ist meine Lieblingsfarbe“ kommt ans TDJW.
Eines von 16 Gastspielen: „Durchfall ist meine Lieblingsfarbe“ kommt ans TDJW. © Kurt van der Elst

Wenn die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ein Theaterfestival veranstaltet, geht es nicht nur um Kunst.

Festivalleiterin Milena Mushak beschreibt das Anliegen so: „Mit dem Festival sollen Diskursräume eröffnet werden, gesellschafltiche Widersprüche aufgegriffen und neue Diskurse angeregt werden. Es ist für uns der Ort, an dem Politik und Kunst produktiv zusammenwirken.“

Kunst schärft über ästhetische Mittel den Blick – und schafft neue, erfahrbare Zugänge zu komplexen Themen.

Neue Impulse für die freie Szene

Das alle drei Jahre in einer anderen Stadt ausgetragene Festival findet erstmals in Leipzig statt. Fünf Partnertheater – Lofft, Schaubühne Lindenfels, Westflügel, Schauspiel Leipzig und TDJW – bündeln ihre Kräfte.

Ihr gemeinsames Thema: „Grenzen“. Dabei geht es nicht nur um staatliche Linien, sondern auch um gesellschaftliche und technologische Trennlinien – etwa zwischen Ost und West, Stadt und Land oder Mensch und Maschine.

Das Festival ist für uns der Ort, an dem Politik und Kunst produktiv zusammenwirken. Milena Mushak, Festivalleiterin bei der Bundeszentrale für politische Bildung

Aus rund 450 Bewerbungen hat eine Jury 16 freie Theaterproduktionen aus dem deutschsprachigen Raum ausgewählt. Zu den eingeladenen Gruppen zählt auch Gob Squad, das mit „Dancing with our Neighbours“ das Festival am 16. Oktober eröffnet – gemeinsam mit Leipzigern setzen sie sich mit Identität und Zugehörigkeit auseinander.

Mehrere Produktionen richten sich gezielt an junges Publikum, etwa „Durchfall ist meine Lieblingsfarbe“, eine Talentshow von Julian Hetzel und Theater Artemis. Die Wiener Gruppe DARUM begibt sich in „[EOL]. End of Life“ auf eine virtuelle Reise in digitale Gedächtniswelten.

Neben den Bühnenstücken stehen Konzerte, Filme, Diskussionen und Stadtspaziergänge auf dem Programm. Diese werden gemeinsam mit lokalen Partnern in Leipzig und Umgebung umgesetzt.

Anne-Cathrin Lessel, Leiterin des Lofft, sieht darin neue Impulse für die hiesige freie Szene. Sie beschreibt sie als eine der lebendigsten in Ostdeutschland – und erwartet wertvolle Arbeitskontakte aus dem Festivalnetzwerk.

2. Festival „Politik im freien Theater“
16. bis 25. Oktober 2025
www.bpb.de/pift2025

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