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  • Kunst
Bis 09. August

Die Wesen mit sechs Beinen

Mehr als Bücher: Ein Modell in der Ausstellung zeigt die Honigbiene stark vergrößert
Mehr als Bücher: Ein Modell in der Ausstellung zeigt die Honigbiene stark vergrößert © Dimo Rieß

Als im 17. Jahrhundert das Mikroskop erfunden wurde, stieg das systematische Interesse an Insekten schlagartig an. In der Folge entstand die entomologische Literatur, die im Mittelpunkt der Ausstellung „Insektenwissen“ in der Albertina steht.

Modelle, ein Hornissennest und historische Lehrleinwände lockern die Schau auf. Im Kern aber geht es um Literatur in überraschender Spannbreite. Die Kulturbibel von Johann Jacob Scheuchzer, fast 300 Jahre alt, führt in Text und Kupferstich die Tiere auf, die in der Bibel Erwähnung finden. Von 1785 stammt das Werk Carl Gustav Jablonskys, der sich streng am System des schwedischen Naturforschers Carl von Linné orientiert. Nebenbei erfährt man, dass rund 6000 Marienkäferarten bekannt sind. Und mit Witz veröffentlichte Daniel Heinsius 1710 sein humoristisches Traktat „Lob-Schrift der Läuse“. Auch echte Insekten in Büchern spart die Schau nicht aus und zeigt Fraßspuren von Larven in einer Flugschrift der Reformationszeit.

„Insektenwissen“
bis 9. August
Biblioteca Albertina
ub.uni-leipzig.de/insekten

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