1925 zog das Bauhaus von Weimar nach Dessau und entwickelte sich zum international beachteten Modell. Die Stadt wurde zum Zentrum der Moderne mit radikalen Brüchen und neuen Ideen in der Architektur, Gestaltung und Bühnenkunst. Eng verband die Schule angewandtes Design mit den darstellenden Künsten und der Malerei und verschmolz die neuen Impulse zu einer umfassenden Vision von Leben und Arbeiten.
Heute erinnern über 300 erhaltene Bauten daran, darunter die berühmten Meisterhäuser und das Bauhausgebäude, die alle zum UNESCO-Welterbe zählen. 2025 und 2026 stehen im Zeichen des Jubiläums unter dem Titel „An die Substanz. Bauhaus Dessau 100“ mit vielen Veranstaltungen, die Materialien der Moderne und Gegenwart beleuchten. Am 5. September beginnt ein dreitägiges Eröffnungsfestival mit Neuinterpretationen von Oskar Schlemmers Materialtänzen, dem Stimmen-Orchester „Voices of Bauhaus“ von Piero Mottola und Pop-Konzerten im Bauhaus Museum.
Der zweite Höhepunkt folgt im kommenden Jahr: Am 28. März zeigen die großen Ausstellungen „Glas, Beton, Metall“ und „Algen, Schutt, CO₂“, wie sehr die Materialideen der Bauhäusler noch heute wirken. Abgerundet wird das Jubiläum mit besonderen Stadtführungen: „Unsichtbares Bauhaus“ spürt vergessenen Orten der Bauhäusler nach.


