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Gespräch mit der Marken-Managerin von DER TRAUMZAUBERBAUM Simone Dake

Die Kassette haben wir bis zum Bandsalat hoch und runter gespielt.

Monika Lakomy und Simone Dake © Agentur Dake / Rico Thumser

Die Leipziger Agentur Dake Event rund um Simone Dake hat viele Pfeile im Köcher. Gerade aber die Arbeit für den TRAUMZAUBERBAUM berührt ganze Generationen landauf, landab. In der Nähe von Leipzig wird beispielsweise im Februar das wundervolle Kulturhaus Weißenfels bespielt. Ahoi-Redakteur Volly Tanner sprach darüber und über andere Themen mit Simone Dake:

Ahoi: Guten Tag, liebe Simone Dake. Seit vielen Jahren bist Du, zusammen mit der Autorin Monika Ehrhardt Lakomy, die Frau hinter dem Marken-Management der Marke DER TRAUMZAUBERBAUM, der gerade auch durch Dein Team und Dich weiterhin fleißig und in vielen Orten blüht. Am 22. Februar 2026 besucht Ihr mit ihm das wundervoll charmante Kulturhaus Weißenfels mit DER TRAUMZAUBERBAUM – DAS GEBURTSTAGSFEST. Kannst Du uns bitte ein bisschen etwas dazu erzählen? Wer hat denn Geburtstag? Moosmutzel, Waldwuffel? Ich bin gespannt ...

Simone Dake: Der Traumzauberbaum selbst feiert Geburtstag. Im wahren Leben – gerade wurde das 45. Jubiläum der Erstveröffentlichung der Urgeschichte im September 1980 begangen - und eben auch im Februar auf der Kulturhaus-Bühne. Allerdings geht im Stück bei den Festvorbereitungen seiner beiden Waldgeister so manches ungewollt schief und es sieht lange sogar danach aus, als würde es sein letztes Wiegenfest werden. Aber die Kinder im Publikum werden Moosmutzel und Waldwuffel in diesem Mitmachmusical sicher tatkräftig unterstützen, um das drohende Unglück doch noch im letzten Moment abzuwenden.

Ahoi: Gerade in der Nähe der großen Städte gibt es wirklich beeindruckende Kulturorte und da das Traumzauberbaum-Geburtstagsfest ja von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr geht, kann man sich davor oder danach auch die schöne Barock-Innenstadt Weißenfels anschauen. Ein Kulturgenuss. Wart Ihr denn schon mal mit DER TRAUMZAUBERBAUM in Weißenfels und wenn ja – wie war die Resonanz?

Simone Dake: Wir haben tatsächlich das Glück, regelmäßig zu Gastspielen nach Weißenfels eingeladen zu werden. Sechs der derzeit sieben verschiedenen Traumzauberbaum-Shows konnten in den vergangenen Jahren bereits live von den Weißenfelsern erlebt werden. Meist im Kulturhaus, zweimal aber auch schon open air vor der beeindruckenden Altstadtkulisse, von der Du sprichst - auf dem Marktplatz und vor Schloss Neu-Augustusburg im Rahmen des Weißenfelser Schlossfestes.

Über diese Tourstopps freuen sich übrigens nicht nur die treuen Fans vor Ort, sondern auch ein Mitglied des REINHARD LAKOMY-Ensembles ganz besonders: Die Sängerin Susi Wiemer, die auf der Bühne einen der Waldgeister des Traumzauberbaums verkörpert, ist, was viele nicht wissen, gebürtige Weißenfelserin.

Auch wenn ihr Lebensmittelpunkt längst woanders liegt, lässt sie immer alle ihre Tourbegleiter beim Passieren der Autobahnabfahrt Weißenfels an dieser Verbindung teilhaben - „W wie Wiemer, W wie Waldwuffel, W wie Weißenfels!" -, egal ob, wie sie selbst lachend zugibt, die Anderen das interessiert oder nicht, da sie es schon zigmal von ihr gehört haben.

Ahoi: Du arbeitest beim TRAUMZAUBERBAUM mit dem REINHARD LAKOMY-Ensemble und Reinhard Lakomys Witwe Monika Lakomy zusammen. Wie seid Ihr denn zusammengekommen?

Simone Dake: Auf Empfehlung des ehemaligen AMIGA-Chefs Jörg Stempel. Er kannte unsere Management-Stärken und wusste von der Gabe, etablierte Projekte und Künstlerinnen und Künstler respektvoll und dennoch mutig voranzubringen.

Nach dem Tod von Lacky war es noch einmal mehr wichtig, sich mit einer zeitgemäßen Fortführung zur Festigung des Ensembles und der Marke Traumzauberbaum auseinander zu setzen. Bereits bei unserem ersten Treffen haben Moni und ich gemerkt: Das passt, wir verstehen uns. Wir teilen Visionen, Werte, Herangehensweisen und den Ehrgeiz, etwas bewegen zu wollen. Monika Ehrhardt Lakomy ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Ich schätze – neben ihrer Gabe als Autorin – ihre Offenheit, ihre Kraft und Energie, Berge zu versetzen, ihre ungebrochene Zielstrebigkeit, das gemeinsame Schaffen von ihr und ihrem Mann auch weiterhin in die Zukunft zu tragen. Es ist eine herausfordernde, Früchte tragende Zusammenarbeit. Wir, das gesamte Team DAKE ist in die Arbeit rund um den Traumzauberbaum involviert, schätzen sehr das vertrauensvolle Miteinander seit nunmehr zehn Jahren und die Möglichkeit, das vielfältige Universum mitgestalten und prägen zu dürfen.

Ahoi: Deine Leipziger Firma DAKE Event ist aber auch auf anderen Feldern tätig. Kannst Du uns hier bitte ein bisschen etwas von diesen erzählen?

Simone Dake: Ich formuliere gern, dass unser Agenturleben bunt ist, der Fokus dabei auf Kulturprojekten liegt. Seit 1992 verstärke ich das Leitungsteam des Rudolstadt-Festivals. Das Team DAKE haucht gemeinsam mit dem Betreiber seit 2022 der liebevoll restaurierten Gnadenkapelle Altenburg Leben ein und wir etablieren seit nunmehr vier Jahren erfolgreich das VARIETÉ „ALLES MUSS ICH SEHEN" in Gera, welches zu einem der Leuchttürme der Stadt wurde. Aktuell arbeiten wir auch mit dem grandiosen Musiker Stefan Stoppok zusammen und fördern den einzigartigen HEAVEN CAN WAIT CHOR. Zirka 35 70plus Oldies, rocken, dancen, rappen und grooven mit Liveband die Hits ihrer Enkel. Das ist unterhaltsam und bewegend zugleich. Und unbeschreiblich, wie sie Live-Publikum zwischen 25 und 70 in Ekstase bringen.

 Ahoi: Das Geburtstagsfest ist ja ein Familienmusical. Gibt es die Musik dann auch zum mit nach Hause nehmen? Es gibt ja auch heute noch Tonträger. Und es ist ja auch schön, etwas später noch einmal an das Geburtstagsfest zurückzudenken und die Musik zu hören ...

 Simone Dake: Wer sich und seinem Nachwuchs nach dem Nachmittag im Traumzauberwald ein Stück Traumzauber mit hinüber in den Alltag retten möchte, wird am Merchandising-Verkaufstisch im Kulturhaus sicher fündig. Die Geschichtenlieder-Ohrwürmer, die im Programm vorkommen, gibt es dort auf CD oder als Toniefigur, auch ein DVD-Mitschnitt der gesamten Bühnenshow kann erworben werden. Für alle, die nicht bloß musikalisch in Erinnerungen schwelgen wollen, sondern die erlebte oder eine eigene Geschichte im Kinderzimmer nachspielen möchten, hält das Sortiment ebenso das Richtige parat mit den beliebten Handspielpuppen Moosmutzel, Waldwuffel und Agga Knack sowie dem Plüsch-Wolkenschlafschaf Miepchen Himmelblau.

Ahoi: Gerade las ich, dass die Alben zum TRAUMZAUBERBAUM mittlerweile über fünf Millionen Stück verkauft wurden. Das ist irrsinnig viel, das ist Kulturerbe, Weltkulturerbe fast. Gibt es hier Ideen, den Traumzauberbaum ehren zu lassen? Die bisherigen Inszenierungen hatten ja auch schon irrsinnig viele Zuschauerinnen und Zuschauer. Ich hörte auch hier von Millionen.

Simone Dake: Dem Traumzauberbaum wurden in der Vergangenheit schon viele Ehrungen zuteil: Sei es die Platinauszeichnung für das allererste Album der Reihe, Platz 1 bei der Wahl zur besten Kindermusik Deutschlands durch das SCHALL-Musikmagazin oder ganz aktuell sogar eine internationale Prämierung auf Kuba für die spanischsprachige Version des Geschichtenlieder-Klassikers. Über all das freuen wir uns ungemein und es spornt alle im Team bei ihrer täglichen Arbeit an, aber aktiv von uns betrieben wird es nicht.

Denn auch ohne offiziellen Würdigungsakt und Titel ist es doch im Grunde bereits die allergrößte Auszeichnung, dass die Fans den Traumzauberbaum seit Jahrzehnten am Leben erhalten, indem sie ihn in der inzwischen vierten Generation an ihre Kinder und Kindeskinder weitervererben. Politische und wirtschaftliche Systeme haben sich in der Zwischenzeit geändert, Trends kommen und gehen, aber der Liebe zum Traumzauberbaum und seinen Figuren konnte all das offensichtlich nichts anhaben.

 Ahoi: Beim Traumzauberbaum höre ich in meinem inneren Resonanzraum immer sofort das Küsschenlied, vielen Menschen eher unter „Guten Morgen, guten Morgen" bekannt, gesungen von Angelika „unsere Lütte" Mann. Da gibt es auch eine Version gemeinsam mit Angelikas Tochter Ulrike Weidemüller. Irgendwie hat doch jeder Vater und jede Mutter von uns dieses Lied schon einmal seinen kleinen Kindern vorgesungen. Ein echter Dauerbrenner. Die warmherzige Geschichte des Traumzauberbaums wirkt über Generationen. Was hat sie Dir, liebe Simone, gegeben? Was hast Du von ihr in Dein Leben herübergeholt?

Simone Dake: Als Kind bin ich tatsächlich nicht mit den Geschichtenliedern in Berührung gekommen. Als junge Mutti dann bekam ich von einer Freundin das TRAUMZAUBERBAUM-Buch geschenkt. Und so war auch bei uns das Küsschenlied eingezogen. Danach entdeckte ich für mein Töchterchen, das sich mittlerweile in der Agentur ebenfalls für das Weitertragen dieses Kulturgutes engagiert, die Geschichte von Mimmelitt dem Stadtkaninchen. Die Kassette haben wir bis zum Bandsalat hoch und runter gespielt. Noch heute singe ich das Regenbogenlied, wenn ich einen sehe.

Der Familie Lakomy, vorallem der Autorin Monika Ehrhardt Lakomy, ist gelungen, eine liebevolle, kreative und intelligente Sprache in eine dazu passende Musik und Gesamtgeschichte zu verpacken. Das ist schon sehr besonders. Diese Lieder prägen sich leicht ein, vermitteln Wissen und sind inhaltlich aktueller denn je ist. Somit lassen sie sich auch nach all den Jahren noch immer wunderbar in den Alltag von Kitas, Schulen und Familien integrieren.

Was ich mir in mein Leben geholt habe? „Gute Träume machen die Welt immer ein bisschen besser."

Ahoi: Danke, liebe Simone, dass Du machst, was Du machst und dass Du uns davon erzählst.

TRAUMZAUBERBAUM in Weißenfels und anderswo Karten:

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