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Leipzig Kings

„Die Flitterwochen sind vorbei“

Es tut sich was bei den Kings. Das schnell aus der Taufe gehobene Footballteam startete holprig in die ELF-Saison. Doch langsam scheint dort etwas zu entstehen.

Leipzig Kings
Die Leipzig Kings bei der Arbeit © Leipzig Kings

Es hätte so schön werden können. Das erste Heimspiel, bestes Wetter und ein begeistertes Publikum. In der Tat sah auch alles nach einem Traumstart im Alfred-Kunze-Sportpark aus an diesem sonnigen Juli-Sonntag. Gleich der erste Spielzug saß und die Footballer der Leipzig Kings erzielten ihren ersten Touchdown zu Hause.

„Die Fans hier sind unglaublich“

Doch aus dem Traumstart wurde ein kleiner Alptraum. Der Gegner aus Köln wollte sich einfach nicht geschlagen geben und so vermiesten die Cologne Centurions den ersten Heimauftritt der Kings und gewannen denkbar knapp mit 47:48. Weil auch die nächsten Spiele gegen Stuttgart und Hamburg in die Hose gingen, hätte man allen Grund für schlechte Laune haben können.
Aber Headcoach Fred Armstrong weiß die Situation richtig einzuschätzen. Im Vergleich zu den anderen ELF-Teams habe seine Mannschaft die kürzeste Zeit gehabt, sich zu finden. Was dem erfahrenen Headcoach zudem zu schaffen macht, ist die Anzahl seiner Coaches. Während die Topteams aus Frankfurt oder Hamburg mit bis zu 15 Coaches arbeiten, seien es in Leipzig bislang nur fünf gewesen, erklärt Armstrong.
Doch statt zu hadern, ist er stolz auf sein Team und vor allem auf die Football-Begeisterung in Leipzig: „Die Fans hier sind unglaublich“, freut sich Armstrong und die Zuschauerzahlen im AKS unterstreichen das. 2.600 Zuschauer sind bei Heimspielen bau- und coronabedingt zugelassen. Zum Auftakt gegen Köln kamen 2.200, gegen Hamburg 2.400 und das Spiel gegen Berlin sahen 2.000 Zuschauer.

 

 

Zurück in der Spur?

Aber weil Begeisterung alleine keine Touchdowns erzielt, ist man in Leipzig nicht untätig geblieben. Malik Jackson unterstützt das Coaching-Team seit Ende Juli als Co-Defensive-Coordinator. Auch sonst weiß Armstrong genau, wo er bei seinem Team ansetzen muss: in der Kommunikation, beim Tackling und beim Verhalten beim dritten Down.
„The honeymoon is over“, die Flitterwochen sind vorbei, beschreibt Armstrong mit einem Lachen die neue Marschrichtung. Und ganz offenbar scheinen seine Maßnahmen zu wirken. Die ersten beiden Spiele nach der Hamburg-Pleite gewannen die Kings. Berlin verlor mit 37:24, Stuttgart wurde mit 49:23 nach Hause geschickt.

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