1919 gründete Walter Gropius die Kunstschule Bauhaus in Weimar. Doch sie kam nicht aus dem Nichts, sondern entwickelte sich aus zwei Vorläufer-Institutionen.
Eine davon war die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule Weimar. Dort studierte der Meisterschüler Karl Peter Röhl, der sich und seinen Freundeskreis später als „Urzelle des Bauhauses“ bezeichnete. Lyonel Feininger beschrieb diese Studierenden als „ganz radikale, ungebärdige Elemente“. Eine neue Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar widmet sich nun dieser Gruppe und zeigt, wie aus studentischer Unzufriedenheit, Reformdruck und kreativem Neuanfang die Bauhaus-Idee Form annahm.
„Dank der Förderung durch die Karl Peter Röhl Stiftung ist es möglich, mit der aktuellen Ausstellung ein bis heute wenig bekanntes Kapitel des frühen Bauhauses in Weimar wissenschaftlich aufzuarbeiten“, sagt Ulrike Bestgen, Abteilungsleiterin des Bauhaus-Museums.


