Alles, was Sie über Postkarten online drucken wissen müssen
Der Postkartendruck hat sich vom reinen Urlaubsandenken zu einem vielseitigen Werbe- und Kommunikationsinstrument entwickelt. Um die besten Ergebnisse zu erzielen und das volle Potenzial auszuschöpfen, sind einige grundlegende Fragen zur Technik, zum Material und zur Gestaltung zu klären.
Welche Papierarten eignen sich für Postkarten am besten?
Die Papierwahl ist entscheidend für die Haptik und die wahrgenommene Qualität der Postkarte. Für den Postkartenversand eignen sich spezielle, robuste Kartonsorten, die den Transport in der Regel unbeschadet überstehen:
- Chromokarton: Dies ist die klassische Wahl für Postkarten. Er ist meist auf der Vorderseite gestrichen (glänzend oder matt für bessere Bildqualität) und auf der Rückseite ungestrichen, um eine gute Beschreibbarkeit mit Kugelschreibern oder Stiften zu gewährleisten. Empfohlen wird eine Grammatur von mindestens 280 g/m² bis 350 g/m² für eine hohe Stabilität.
Bilderdruckpapier: Oftmals in glänzender oder matter Ausführung gewählt. Es bietet eine hervorragende Farbwiedergabe, kann aber in höheren Grammaturen auf der Rückseite schlechter zu beschreiben sein, falls keine spezielle Veredelung oder Beschichtung gewählt wird.
Natur- und Recyclingpapier: Eine populäre Wahl für umweltbewusste Unternehmen. Diese Papiere bieten eine natürliche, raue Haptik, erfordern aber oft eine Anpassung der Druckfarben, da die Farbwiedergabe weniger leuchtend ist als auf gestrichenen Papieren.
Was ist bei der Gestaltung des Rücketiketts zu beachten?
Die Rückseite der Postkarte ist für den Versand und oft für wichtige Nachrichten reserviert. Sie muss bestimmte Anforderungen erfüllen, um als Postkarte verschickt werden zu können:
- Adressfeld und Frankierung: Es sollte Platz für die Briefmarke (Porto) und die korrekte Platzierung der Empfänger- und Absenderadresse vorgesehen sein.
- Trennungslinie: Eine klare vertikale oder horizontale Linie trennt den Adressbereich vom Kommunikationsbereich.
- Materialbeschaffenheit: Die Rückseite sollte ungestrichen oder so beschichtet sein, dass sie problemlos mit gängigen Schreibutensilien beschriftet werden kann, ohne dass die Tinte verschmiert.
- Pflichtangaben: Bei Werbepostkarten müssen oft auch Angaben zum Herausgeber oder zum Impressum berücksichtigt werden, die unauffällig platziert werden sollten.
Welche Veredelungstechniken werten eine Postkarte auf?
Veredelungen dienen dazu, die Postkarte haptisch und optisch hervorzuheben. Sie sind ein wichtiger Faktor, um aus der Masse der Werbemittel herauszustechen:
- Folienkaschierung (Cellophanierung): Eine dünne Folie wird auf die Oberfläche aufgetragen. Glänzende Folie erhöht die Farbbrillanz, während matte Folie eine elegante, dezente Wirkung erzeugt. Soft-Touch-Folie verleiht der Karte eine samtartige, besonders angenehme Haptik.
- UV-Lack (Spotlack): Hier wird ein hochglänzender Lack nur auf bestimmte Elemente (z. B. Logo, Slogan) aufgetragen. Dies erzeugt einen starken Kontrast zwischen dem lackierten Bereich und der matten Oberfläche des restlichen Papiers.
- Heißfolienprägung: Eine Folie in Gold, Silber oder anderen Farben wird unter Hitze und Druck auf das Papier übertragen. Dies führt zu einem luxuriösen, metallischen Effekt, der sich leicht ertasten lässt.
- Relief- oder Blindprägung: Hierbei wird das Papier verformt, um Logos oder Schriftzüge dreidimensional hervorzuheben (erhaben oder vertieft), ohne den Einsatz von Farbe.
Welche gängigen Formate werden für Postkarten angeboten?
Obwohl die individuelle Gestaltung von Formaten heute möglich ist, haben sich bestimmte Standardgrößen etabliert, die den Versand vereinfachen und oft kostengünstiger sind:
- DIN A6 (148 x 105 mm): Das klassische und am weitesten verbreitete Postkartenformat. Es ist standardisiert und daher in der Regel am günstigsten im Druck und Versand.
- DIN Lang (210 x 105 mm): Ein längliches Format, das oft für Mailings oder Gutscheinkarten verwendet wird. Es bietet mehr Platz für Gestaltungselemente.
- Maxi-Postkarte: Größer als DIN A6, oft gewählt, um als Beileger in Paketen oder für besonders aufmerksamkeitsstarke Werbesendungen zu dienen.
Bei der Formatwahl ist immer zu prüfen, ob die gewählte Größe noch zum Standardporto der Post passt. Abweichungen, insbesondere zu große oder unhandliche Formate, können zu höheren Portokosten führen.