Rimini Protokoll gehören zu den deutschen Performance-Gruppen mit explizit politischem Anspruch. Als sie im vergangenen Herbst ihr multimediales Puppenspiel „Alter Ego Raubkopie“ in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entwickelten, um die Verbindungslinien zwischen Marionetten und künstlicher Intelligenz zu reflektieren, konnte niemand ahnen, wie sehr Elon Musk sich noch ins Zentrum der Weltpolitik bewegen würde.
Eine Musk-Puppe wiederum steht im Zentrum des automatisierten Puppentheaters, das als Metapher für eine digitale Welt voller unsichtbarer Fäden begriffen wird. Das multimediale Puppenspiel ist im Kraftwerk Mitte in Dresden bis 29. Juni zu erleben. Jeder müsse sich selbst fragen, an welchen Fäden er hänge, sagt Kathi Loch, Direktorin des Museums für Sächsische Volkskunst und dessen Puppentheatersammlung.


