Die USA galten der DDR als Klassenfeind. Dennoch zeigte die DOK Leipzig auch damals Filme aus den Vereinigten Staaten – wenn sie kritisch auf das eigene Land blickten.
Gezeigt wurden Dokumentar filme über Rassismus, Arbeitskämpfe oder die antikommunistische Hexenjagd der McCarthy Ära. Unter dem Titel „Un American Activities. Filme des anderen Amerika‘“ präsentiert das Festival ab dem 24. Oktober eine Retrospektive.
Die Auswahl macht deutlich, dass sich diese Werke nicht immer in das Weltbild der DDR einfügten. „Wenn sie etwa die Arroganz der Macht anprangerten, stellten sie auch für den SED Staat unbequeme Fragen“, schreiben die Kuratoren Tobias Hering und Tilman Schumacher.
Für Festivalleiter Christoph Terhechte sind „angesichts der beispiellosen Demontage freiheitlich demokratischer Werte unter der Regierung von Donald Trump“ viele Themen der Filme bis heute aktuell.

