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  • Kunst
Ausstellung bis 04. Januar

Das Wunder aus dem Erzgebirge

Die schmuckvolle Henkelschale aus Herrengrund/Neusohl stammt aus dem 18. Jahrhundert
Die schmuckvolle Henkelschale aus Herrengrund/Neusohl stammt aus dem 18. Jahrhundert © Susanne Bayer

Das Phänomen beschäftigte vor 400 Jahren Gelehrte von Rom bis London: In Herrengrund (Špania Dolina) im slowakischen Erzgebirge beobachteten Bergleute die Verwandlung von Metall. Eisengegenstände, die sie in den Gewässern zurückgelassen hatten, verwandelten sich im Laufe von Wochen in Kupfer. Den chemischen Prozess hinter der Kupferzementierung verstand man damals noch nicht, aber die Goldschmiede der nahen Bergstadt Banská Bystrica nutzten ihn und fertigten Schalen, Krüge und Becher, oft verziert mit Gesteins- und Erzstufen in figürlichen Szenerien.

Die kunstvollen Goldschmiedearbeiten gelangten rasch auch in sächsische Kunst- und Wunderkammern. Die Sonderausstellung „Rotes Gold. Das Wunder von Herrengrund“ zeigt sogenannte Handsteine und Herrengrunder Gefäße, die dem mitteleuropäischen Bergbau der Frühen Neuzeit zu verdanken sind. Für die sächsischen Kurfürsten spielte der Bergbau eine wichtige wirtschaftliche und politische Rolle.

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