Sollte man in der Klimakrise noch Kinder bekommen? Ein bewegendes Thema, mit dem sich die Autorin, Journalistin und Content-Creatorin Marisa Becker in ihrem neuen Buch auseinandersetzt. Am 17.03.2026 erscheint das Sachbuch „Liebe Wilhelmine oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise” im Kjona Verlag.
Liebe Wilhelmine
Mit ihrem neuen Buch „Liebe Wilhelmine oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise” richtet Marisa Becker den Blick auf die kommenden Generationen und erörtert die Frage, ob man in Zeiten der Klimakrise eigentlich noch Kinder bekommen sollte. Sie will Menschen Mut machen, die sich in Zeiten der Klimakrise aus ökologischer Perspektive mit dem Kinderkriegen auseinandersetzen. Elternschaft in der Klimakrise bedeutet Verantwortung und politisches Engagement. „Ich möchte diesen Menschen den Rücken stärken und ihnen eine Perspektive geben, mit der sie in die Elternschaft gehen können”, erklärt sie. Die Autorin grenzt sich aber ganz deutlich von der pronatalistischen Bewegung ab und betont, dass keine Wertung gegenüber Kinderlosigkeit stattfindet. Generell hofft sie, dass sich neue Konzepte des Zusammenlebens entwickeln. Vielleicht eine Zukunft, in der Familien mit Kindern und kinderlose Menschen gemeinsam in Kommunen leben und sich gegenseitig unterstützen.
Chancen durch Veränderung
Marisa Becker beschäftigt sich vor allem mit Klimakrise und Nachhaltigkeit. „Ich will versuchen, für die Klimakrise zu sensibilisieren und eben auch für ein Umdenken zu werben”, sagt sie. Der große Vorteil im Kampf gegen die Klimakrise ist für Marisa Becker ganz klar: „Wir verfügen über das Wissen. Wir haben sehr präzise Vorhersagen und wissen daher genau, was auf uns zukommt.” Auch die nötige Technik ist vorhanden. Es muss ein Wandel stattfinden, aber viele Menschen akzeptieren Veränderung nur schwer. Dabei ist es Marisa Becker vor allem wichtig, dass keine Angst geschürt und Panik verbreitet wird. „Veränderung hat häufig positive Seiten. Es entstehen Chancen.”, ermutigt sie. Das Umdenken muss also nichts Negatives sein, sondern eröffnet auch die Möglichkeiten für positive Veränderung.
Kinder als Zukunft
Ein anderes wichtiges Thema, das Marisa Becker in ihrem Buch anspricht, ist die Art und Weise, wie Kinder in Bezug auf den Klimawandel übergangen werden. Ihr liegt besonders am Herzen, dass sich das ändert: „Ich möchte, dass wir Kinder wirklich als schützenswert und beschützenswert begreifen”. Junge Menschen, die sich mit Aktionen wie Fridays for Future aktiv gegen den Klimawandel einsetzen, werden in ihren Augen von der Politik diskreditiert und nicht ernst genommen. Dabei sind vor allem diese kommenden Generationen diejenigen, die die Folgen der Klimakrise am stärksten treffen werden. Marisa Becker sieht in Kindern das Zukunftsversprechen dieser Welt. Sie sollten der Ansporn sein, den die Gesellschaft braucht, um nachhaltig etwas in Bezug auf den Klimawandel zu ändern. „Wir müssen eine Zukunft gestalten”, sagt Marisa Becker. „Und das heißt, dass wir uns gemeinsam politisch engagieren müssen.”


