Mal gab er sich als Fernseh-Boss aus, mal als Diplomat, mal als Dr. Becker vom Auswärtigen Amt. Torsten Schmitt ist einer der großen Hochstapler der jüngeren deutschen Geschichte – ein moderner Eulenspiegel, dem sogar die Flucht aus dem Gefängnis gelang.
Als postdramatisches Biopic reflektiert das Theater Aggregate das Hochstapler-Leben zwischen psychologischer Analyse und einem Rückblick auf die deutsche Geschichte. Kurz „Torsten“ heißt das Stück von Lothar Trolle, der für den Text Gespräche mit Schmitt führen konnte.
„Man fragt sich immer, ob man selbst auch auf ihn hereingefallen wäre“, sagt der Leipziger Schauspieler Stefan Ebeling, der in dieser Uraufführung mit Astrid Kohlhoff und David Jeker auf der Bühne steht. „Beim Spielen merkt man, welch hohe Qualität der Text hat.“


