Rund 9.000 Jahre alt war das Grab der Schamanin von Bad Dürrenberg beim Sensationsfund im Jahr 1934. Moderne Labortechnik und Nachgrabungen haben neue Erkenntnisse gebracht, die jetzt im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt werden.
Nie zuvor wurde laut Museum in Mitteleuropa eine ähnlich aufwendige Ausstellung zum urgeschichtlichen Schamanismus gezeigt. Bei dem Fund handelt es sich offenbar um eine Frau, die als spirituelle Anführerin galt, was sich unter anderem aus ihrem Federschmuck schließen lässt. Federn zersetzen sich, doch konnten winzige Restbestandteile von weniger als einem Millimeter Größe nachgewiesen werden. Entdeckt wurden zudem aus Hirschgeweihen hergestellte Masken.
Die Schau geht den frühesten Hinweisen auf das Phänomen des Schamanismus nach. Dabei wird die Mittelsteinzeit als wichtige Phase der kulturellen Entwicklung mit Exponaten aus ganz Europa beleuchtet.


