Die auf den gleißenden Fluchtpunkt am Ende des Bahnsteigs zustürzenden Linien verleihen der Fotografie eine faszinierende Tiefe. Dampf liegt in der Luft. Wie aus der Zeit gefallen liegt der Leipziger Hauptbahnhof da, festgehalten in Schwarz-Weiß von Mahmoud Dabdoub Mitte der 1980er Jahre.
„So sieht es dort heute nicht mehr aus“, sagt der Fotograf, und es liegt etwas Bedauern in seiner Stimme. Mit einem Stipendium kam er 1981 nach Leipzig und wurde mit lebendigen, direkt aus dem Leben gegriffenen Fotografien zu einem der wichtigsten Chronisten seiner neuen Heimat. Die Ausstellung „Leipzig. Ankommen – Bleiben – Zu Hause finden“ im Literaturhaus Leipzig erzählt davon.



