Es soll eine Aussprache werden – unter Erwachsenen. Mit Vernunft, respektvoll, einer Lösung verpflichtet. Doch dann schleichen sich erste Vorwürfe in die Höflichkeiten, Emotionen drängen ans Licht, und die kultivierte, bürgerliche Fassade bekommt erst feine Risse, bis sie völlig zerbirst.
Der Pariser Dramatikerin Yasmina Reza ist mit „Der Gott des Gemetzels“ – über zwei Elternpaare, die einen gewaltvollen Streit ihrer Söhne aus der Welt schaffen wollen – ein moderner Klassiker gelungen. 2016 kam das Stück zu Silvester auch auf die Bühne des Schauspiel Leipzig – und ist ab dem 15. Februar noch drei Mal zu sehen, bevor die Inszenierung von Enrico Lübbe am 26. März abgespielt wird.
Anne Cathrin Buhtz, Dirk Lange, Michael Pempelforth und Bettina Schmidt glänzen in der konzentrierten Inszenierung als die Ehepaare Reille und Houillé, die auf der in ein Wohnzimmer verwandelten großen Bühne in ein Desaster schlittern.


