Laut einer Umfrage der Cybersecurity Ventures gab es im Jahr 2023 alle 39 Sekunden einen Cyberangriff! Die Bedrohung ist also real und die Hacker sind bereits der Albtraum von zahlreichen Privatpersonen und Unternehmen geworden. Dieses Problem ist nicht einzig auf Deutschland beschränkt, sondern zieht sich durch nahezu jeden Teil unseres Planeten. Eines können wir aber sagen: Unternehmen sind deutlich häufiger betroffen als Privatpersonen. Der Grund hierfür ist einfach darin begründet, dass dort beispielsweise mehr Lösegelder erpresst werden können. Aber warum steigt die Cyberkriminalität so massiv an und was können wir dagegen unternehmen?
Warum steigt die Cyberkriminalität so massiv an?
Die Cyberkriminalität steigt von Jahr zu Jahr rasant an, wie einige Statistiken belegen. Viele stellen sich natürlich die Frage: Warum? Die Gründe hierfür sind vielfältig. Da beginnen wir mit dem Homeoffice, welches seit der Coronapandemie nicht mehr wegzudenken ist. Denn die Mitarbeiter arbeiten sowohl zu Hause als auch von unterwegs aus mit unverschlüsselten Netzwerken. Das ist ungefähr vergleichbar, als würden Sie beim Verlassen Ihrer Wohnung die Eingangstür weit offen stehen lassen.
Ein weiterer Faktor aus dem Homeoffice sind die oft vernachlässigten Softwareupdates, wodurch Sicherheitslücken entstehen. Diese Lücken nutzen die Kriminellen, um sich Zugang zu vertraulichen Daten oder Systemen zu verschaffen. Unternehmen setzen deshalb mittlerweile vermehrt auf sogenannte Mobile Device Management Softwarelösungen, kurz MDM. Mit dieser Software hat die IT-Abteilung es in der Hand, alle verbundenen Geräte per Knopfdruck zu aktualisieren. Manuelle Updates durch die Mitarbeiter sind nicht mehr notwendig. Falls Sie sich mehr für diese Lösung interessieren, finden Sie hier die 10 besten MDM Softwares.
Natürlich gibt es noch weitere Faktoren, wie die zunehmende Digitalisierung, wozu ja eigentlich in gewisser Weise auch das Homeoffice gehört.
5 Maßnahmen, die Sie sofort ergreifen können
Also, Sie würden sicherlich niemals Ihre Wohnungseingangstür oder die Tür zu Ihrem Unternehmen offen stehen lassen. Aber welche Maßnahmen helfen Ihnen denn, der steigenden Bedrohung im Internet standzuhalten?
- Sichere Passwörter: Das Bundesministerium für Verteidigung gilt nicht als Paradebeispiel. Sie sicherten ein militärisches Gespräch mit dem Passwort „1234“, wodurch es Spionen gelang, dieses Gespräch abzuhören. Achten Sie unbedingt darauf, sichere Passwörter aus mindestens 8 Zeichen bestehend aus Klein- und Großbuchstaben, Sonderzeichen, sowie Zahlen zu verwenden.
- Sicherheitsupdates: Sorgen Sie dafür, dass Sie alle Sicherheitsupdates zeitnah ausführen! Diese dürfen Sie keinesfalls auf die lange Bank schieben. Unternehmen sollten sich mit der genannten MDM-Lösung auseinandersetzen.
- Mitarbeiterschulungen: Dieser Punkt spricht ausschließlich Unternehmen an. Schulen Sie in Abständen von 6 Monaten Ihre Mitarbeiter im Hinblick auf Cybersecurity und passen Sie die Schulungen an die neuesten Bedrohungen an.
- Regelmäßige Backups: Im Worst-Case-Szenario ist es wichtig, dass keine Daten verloren gehen. Deshalb sollten Sie regelmäßige Sicherheitskopien erstellen.
- Sichere Verbindung: Nutzen Sie Ihr Gerät beispielsweise aus dem Café, sollten Sie auf einen Virtual Private Server (VPN) zurückgreifen.
Die Bedrohungen durch Cyberkriminalität nehmen stetig zu und betreffen Unternehmen aller Größenordnungen sowie Privatpersonen. Doch durch das Ergreifen präventiver Maßnahmen, wie der Implementierung sicherer Passwörter, regelmäßiger Updates, systematischer Mitarbeiterschulungen und dem Einsatz von Technologien können wir uns effektiv schützen.


