Das Kunstkraftwerk Leipzig ist bekannt für seine immersive Kunst. Ein etwas umständlicher Begriff, der bedeutet, dass Kunstwerke von Besuchern ganzheitlich erlebt werden können. Der Betrachter wird Teil des Werks und bekommt einen neuen Zugang. So ist Kunst niederschwelliger, erreicht ein breiteres Publikum. Im Kunstkraftwerk gibt es vier verschiedene Räume: die Kesselhalle, die Maschinenhalle, das Kellergeschoss und den Turm auf zwei Ebenen. Die Ausstellungen wechseln regelmäßig.
Monet im Kunstkraftwerk Leipzig
Mehr als 300 Gemälde und Skizzen von Claude Monet wurden für die aktuelle Ausstellung "Claude Monet-Master of Colors and Lights" animiert und laden die Besucher dazu ein, den Impressionismus mit seinen Farben und Lichtspielen zu entdecken. Gemeinsam mit Sound- und Lichteffekten bewegt man sich durch Monets Welten. Die Brücke über dem Seerosenteich, die im Jetzt inszeniert wurde. Sein Atelier und auch ein Stück Miniaturwelt seines Gartens zeigen einen kleinen Auszug seiner Welt und was wir uns in unseren Alltag daraus mitnehmen können. Vielleicht, indem wir mit offeneren Augen durch die Welt gehen. Die Seerosen abstauben und bestaunen, mit den Fingern in der Erde wühlen und Farben spielen lassen. Gerade jetzt im Frühling. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum Juni. Kinder sind auch bei dieser Ausstellung im Kunstkraftwerk Leipzig willkommen, nur für Babys und kleinste Kinder könnte die Ausstellung überfordernd sein.
Das war Claude Monet
Claude Monet war ein bedeutender, französischer Maler, der sich dem Impressionismus verschrieben hatte und in der Natur malte. Schon in der Schule verbrachte er die meiste Zeit damit, Bilder zu zeichnen oder schwänzte sogar den Unterricht, um am Meer spazieren zu gehen. Als er erwachsen war, zog Monet nach Paris, um Malerei an der Académie Suisse zu studieren. Er hatte es zu Beginn seiner Karriere schwer. Die Menschen störten sich an seiner farbintensiven Malweise. Es war schwer für ihn, mit seiner Kunst Geld zu verdienen und trotzdem konnte und wollte er nicht aufhören, die Natur zu zeichnen. Sogar im Winter blieb er draußen, warm eingehüllt, sitzen. 1890 war Monet in der Lage, ein Stück Land und ein Haus zu kaufen. Er nutzte den Garten als Atelier und legte einen Seerosenteich an. Der Garten wurde ein magnetischer Ort für Künstler, um dort zu malen. Im Alter von 86 Jahren verstarb er, doch seine Kunst und sein Garten leben weiter. Mehr als 500 000 Besucher spazieren jährlich durch seinen Garten und acht seiner Seerosenbilder hängen im Musée de l´Orangerie in Paris.


