//
//
  • Service
Bitcoin & Fonds

Wie hoch kann der Preis der Kryptowährung steigen?

© unsplash

Aufgrund immer höherer Kursprognosen steigt das Interesse an der Nummer 1 Kryptowährung Bitcoin. Jedoch ist Vorsicht geboten: Meinungen und Einschätzungen von diversen Persönlichkeiten können den Kurs beeinflussen; langfristige Prognosen sind vielversprechend, es gibt aber viele unvorhersehbare Faktoren, die jetzt, aber auch später die Kursentwicklung beeinflussen können. Fakt ist: Langfristige Preisprognosen sind beim Bitcoin extrem vielversprechend - aber sind sie auch realistisch?

Institutionelle Anleger pumpen frisches Kapital in den Markt

Vorweg: Wer plant, in Bitcoin zu investieren, sollte wissen, dass es keine Gewinngarantie gibt. Korrekturen sind immer möglich. Die letzten Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, dass der Preis schnell in die Höhe schießen kann, aber auch drastische Einbrüche möglich sind. Wichtig ist, sich auch mit dem Thema Sicherheit zu befassen. Ein Krypto Wallet Vergleich ist unbedingt durchzuführen, weil es hier verschiedene Möglichkeiten gibt, wie man seine Coins aufbewahren kann - ganz egal, ob man in Bitcoin investiert oder andere Kryptowährungen erwirbt. Man sollte sich unbedingt mit den Vor- und Nachteilen befassen, bevor die Entscheidung getroffen wird, welches digitale Portemonnaie zum Einsatz kommt.

Auch wenn Gewinne nicht garantiert sind, so gibt es prominente Stimmen, dass ein Preis von 100.000 US Dollar gerade erst der Anfang ist - dazu gehört unter anderem Michael Saylor, der CEO von Strategy, einer der ersten Unternehmer, der sich dafür entschied, eine Bitcoin Reserve zu schaffen. Saylor ist überzeugt, dass der Preis des Bitcoin problemlos über 1 Million US Dollar steigen kann, mitunter sogar in Richtung 10.000 Millionen US Dollar gehen könnte. Dabei stützt er seine Prognose auf die Annahme, dass das Interesse der institutionellen Anleger größer wird, die dann über Bitcoin ETFs frisches Kapital in den Markt fließen lassen. Derzeit sei der Zugang zu den Anlageformen noch eingeschränkt; öffnen sich hier aber neue Wege, dann könnten bald über 300 Milliarden US Dollar in den Bitcoin fließen. Das entspricht gerade einmal 1 Prozent des weltweit verwalteten Vermögens. Steigt der Anteil auf 5 Prozent, so wäre das ein Betrag von 1,5 Billionen US Dollar, der dazu führen wird, dass sich die Marktkapitalisierung des Bitcoin verdoppelt.

Cathie Wood glaubt ebenfalls an den Bitcoin

Neben Michael Saylor gibt es mit Cathie Wood, CEO bei Ark Invest, einer US Investmentgesellschaft, eine glühende Anhängerin der Kryptowährung, die ebenfalls der Ansicht ist, der Preis des Bitcoin werde demnächst auf über 1,5 Millionen US Dollar steigen. Dabei orientiert sie sich an den Argumenten von Saylor: Wood sieht Bitcoin als „digitales Gold“, das von privaten und institutionellen Anlegern als Inflationsabsicherung gesehen werden wird und immer mehr zu einem sicheren Hafen mutiert. Des Weiteren ist die Anzahl begrenzt: Es wird nur 21 Million Coins geben - steigt die Nachfrage und entsteht eine Angebotsverknappung, dann wird auch der Preis nach oben schießen. Cathie Wood, eine erfolgreiche und angesehene Investoren, führt einige der profitabelsten Fonds, ist aber auch nicht immer unumstritten. Denn es hat immer wieder Kauf- und Verkaufsentscheidungen gegeben, die kritisiert wurden. Besonders kritisch ist Johanna Belitz. Die bei ETP Anbieter Valour tätige Expertin hält die Prognosen von Wood für ehrgeizig. Auch wenn sie meint, der Bitcoin könnte „möglicherweise auf über 1,5 Millionen US Dollar“ steigen, so geht es aber auch darum klar zu sagen, dass der Markt unvorhersehbar sei. „Cathie Wood gibt zwar kühne Prognosen ab, doch der Wert von Bitcoin hängt nicht von einem bestimmten Preisziel ab. Entscheidend sind seine grundlegenden Eigenschaften: Er ist knapp, dezentral und zensurresistent - eine Form von Geld, die unabhängig von Zentralbanken existiert und nicht manipuliert werden kann“, so Belitz.

Das sind die Kursziele des Bitcoin

Tatsächlich gibt es einige Kursziele für den Bitcoin, die einerseits von Experten, andererseits von Investoren stammen, die im Krypto-Sektor tief verankert sind. Gene Munster, der Mitbegründer von Deepwater Asset Management, ist der Meinung, der Bitcoin müsse einmal die 150.000 US Dollar erreichen können - derzeit seien die Markt- und regulatorischen Bedingungen günstig, sodass dieses Ziel noch im Jahr 2025 möglich sein könnte. Von 180.000 US Dollar spricht Matthew Sigel. Der bei Van Eck tätige Leiter der Abteilung für Digital Asset Research geht davon aus, dass dieser Preis noch im Jahr 2025 erreicht wird; vor allem deshalb, weil das institutionelle Interesse größer wird, aber auch, weil es entsprechend positive politische Entwicklungen in den USA gibt. Das Analystenhaus Bernstein sieht den Bitcoin bis Jahresende bei 200.000 US Dollar - das würde heißen, der Preis würde sich innerhalb eines Jahres verdoppeln. Das wird mit der krypto-freundlichen Regierung der US Regierung begründet, zudem auch mit dem Umstand, dass die USA eine Bitcoin Reserve einführt und die Möglichkeit besteht, dass es aktive Zukäufe gibt. Auf lange Sicht, so Jan Van Eck, CEO von Van Eck, könnte der Bitcoin die Hälfte der Marktkapitalisierung von Gold erreichen. In diesem Fäll würde der Preis in Richtung 300.000 US Dollar steigen. Das wird mit dem Argument begründet, dass Bitcoin immer häufiger als Wertspeicher verwendet wird. Bitwise ist der Meinung, der Bitcoin könnte auf 500.000 US Dollar steigen, sofern die US Regierung aktive Zukäufe tätigt und, wie schon mehrmals erwähnt, 1 Million Bitcoin erwirbt. Besonders zuversichtlich ist Jack Mallers. Der CEO und Gründer von Strike, einem US Krypto-Zahlungsanbieter, glaubt, das Wachstumspotenzial sei unendlich. Da Bitcoin ein einzigartig positionierter Wertspeicher sei, könnte die Kryptowährung problemlos mit den traditionellen Vermögenswerten wie Kunst, Edelmetalle und Immobilien mithalten und einen langfristigen Preis im Bereich von 28 Millionen US Dollar erzielen. 

« zurück
zur aktuellen Ausgabe